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CHILLI ÜBER DIE ZWISCHEN/MIETE IN FREIBURG

Zwischenmiete. Andere Räume

 

„Sobald man in andere als die üblichen Räume geht, passieren andere Dinge als die erwarteten.“ Martin Bruchs Feststellung ist nicht etwa das Ergebnis einer intensiven philosophischen Auseinandersetzung über das komplexe Thema Zeit und Raum. Es ist vielmehr die Quintessenz der Erfahrungen, die der Leiter des Literaturbüros mit dem Projekt „Zwischenmiete“ gemacht hat: Die seit vier Jahren gemeinsam mit dem Freiburger Studierendenwerk organisierten Lesungen junger Autoren in Wohngemeinschaften seien die am besten besuchten Veranstaltungen des Literaturbüros.

Dann lassen die vielen Schuhe schon ahnen, die, haufen- und paarweise im Treppenhaus angeordnet, den Weg zur Gastgeber-WG für Raphaela Buder und ihr Erstlingswerk weisen. Der gar nicht mal so kleine Gemeinschaftsraum ist bis zum letzten Millimeter besetzt; wer auf Sofas und Sesseln keinen Platz findet, lässt sich einfach auf dem Boden nieder. Auf den bunten Sitzkissen, die das Literaturbüro den Zwischenmietern zur Verfügung stellt.

Das Stimmengewirr des studentischen Publikums verebbt, die außeruniversitäre Vorlesung beginnt. Und die ist, wie es der Natur einer Graphic Novel entspricht, nicht besonders wortreich. „Roar" liest die junge Berlinerin, immer wieder. Und das, was sonst noch in den Sprechblasen der Zeichnungen zu lesen ist, die auf großer Leinwand zu sehen sind.

„Die Wurzeln der Lena Siebert" heißt Raphaela Buders Buch, und es ist die Abschlussarbeit ihres Kommunikationsdesign-Studiums. Es wurde auch schon prämiert: Mit dem Förderpreis AFKAT 2015, dem zu verdanken ist, dass es überhaupt erschienen ist. Und zur Freiburger Zwischenmiete kam. In andere als übliche Räume.

 

Erika Weisser

 


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