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2014-07-25 Südkurier


Ruth Tuschewski rührt ihre Leser zu Tränen. Beim Schreibwettbewerbes 2014 des Literaturbüros Freiburg erhält sie den ersten preis für „Zeit zu gehen“. Bild: Gymnasium


 

Am Ende fließen die Tränen – Schülerin begeistert Leser mit tragischer Geschichte

 

Villingen-Schwenningen - Eine Frau im Koma, ein verzweifelter Freund – diese tragische Geschichte rührt das Publikum zu Tränen. Geschrieben hat sie eine 15-jährige Schülerin – Ruth Tuschewski aus Villingen. Sie gewinnt damit den Schreibwettbewerb des Literaturbüros Freiburg.

 

 

Beim Schreibwettbewerb 2014 des Literaturbüros Freiburg geht der erste Preis an Ruth Tuschewski. Die 15-Jährige ist Schülerin des Gymnasiums am Hoptbühl in Villingen, wie die Schule in einer Pressemitteilung schreibt. Der Wettbewerb für Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren stand unter dem Thema „... und tschüss!“. Das Literaturbüro Freiburg veranstaltete ihn zum elften Mal in Kooperation mit dem Kulturamt Freiburg und dem SWR-Studio.

 

Durch die Literaturwerkstatt ihrer Schule war Tuschewski auf den Wettbewerb aufmerksam geworden. „Bei der Preisverleihung im Jos-Fritz-Café in Freiburg stieg die Spannung bis zum Schluss“, heißt es. Die Preise wurden in der Reihenfolge von zehn bis eins verliehen und den Gästen wurde ein knappes Resümee der verschiedenen Kurzgeschichten gegeben.

 

Eingeladen waren die jungen Autoren der zehn besten Texte von insgesamt 70 Einsendungen, unter anderem sogar aus Luxemburg. Ruth Tuschewski war verblüfft über ihren ersten Preis: „Meine Freundinnen haben mir schon davor ständig gesagt, dass ich gewinnen würde, aber ich habe es nicht für möglich gehalten“, erklärt sie strahlend, „ich hatte so etwas zwischen drei und acht erwartet“.

Beim schulinternen Wettbewerb Bunte Feder hatte sie bereits öfter Preise gewonnen und mit Mitautoren der Literaturwerkstatt gerade den Roman „Oberkante Unterlippe“ geschrieben.

 

Der Siegertext mit dem Titel „Zeit zu gehen“ wurde vom Schauspieler und Schriftsteller Jess Joachimsen vorgetragen. Ruth Tuschewskis Geschichte beschäftigt sich mit der Frage, wann es an der Zeit ist, sich von einem geliebten Menschen zu verabschieden. Nach einem schlimmen Verkehrsunfall liegt die Freundin der Hauptperson Jakob im Koma. Jakob erkennt schließlich, dass seine Freundin nicht mehr erwachen wird und bringt es am Ende über sich, loszulassen und Abschied zu nehmen. Der tragische Text sorgte nicht zuletzt durch den stimmungsvollen Vortrag für Begeisterung und Tränen unter den Zuhörern, vor allem aber für einen starken Applaus.

 

 


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