
HÖRBAR
NEUE RADIOKUNST INTERNATIONAL Xlll | ZUM »STATE OF THE ART«, VON UND MIT ANDREAS HAGELÜKEN 
In den letzten Jahrzehnten hat sich im Zeichen der »ars acustica« eine international weit verzweigte Szene entwickelt. Ihre Wurzeln sind ebenso im Neuen Hörspiel wie in der akustischen Ökologie zu finden, in der improvisierten wie in der elektroakustischen Musik. Aufführungsort ist zumeist das Radio aber auch Klang- bzw. Lautsprecherinstallationen, der Club, die Lounge und das Internet.
Die »Ars Acustica Group« der europäischen Rundfunkunion (EBU) in Genf organisiert seit 2003 mit dem ursprünglich auf die Fluxusbewegung zurückgehenden »art's birthday« einmal jährlich (am 17.Januar) unter wechselnder Thematik ein internationales Radio-Live-Spektakel. 2007 feierte man als Thema des art's birthday »100 Jahre Radio«.
Die Anthologie Xlll in der Reihe »Neue Radiokunst International« stellt anhand von Auszügen und Analysen Beiträge europäischer Künstlergruppen und Rundfunkanstalten zum art's birthday 2007 vor und zieht anlässlich des Mottos »100 Jahre Radio« eine kritische Bilanz.
Andreas Hagelüken, geboren 1963 in Homberg (Hessen), studierte Musikwissenschaft, Philosophie und Kunstgeschichte in Bonn und Freiburg, begann seine Radioarbeit I994 beim SFB und lebt als Funkautor in Berlin und Freiburg. Er schrieb und produzierte Künstlerportraits, Features und zahlreiche Sendungen zur akustischen Medienkunst, arbeitet als Kurator und veröffentlich in Fachzeitschriften.
Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg, des Kommunalen Kinos Freiburg, des SWR2 in Zusammenarbeit mit dem Center of Internal Medicine, Dept. Rehabiliation, Prevention and Sports Medicine.
| Do 06.12. 20.00 | Kinosaal | Eintritt 5,00/4,00 Euro |

DÖBLIN NACHT IM ALTEN WIEHREBAHNHOF
Berlin Alexanderplatz | Verfilmung und Roman 
Bis heute noch immer einer der bedeutendsten Großstadtromane und wohl das bekannteste Werk Alfred Döblins ist „Berlin Alexanderplatz“ (1929). Anlässlich des Döblin-Jahres 2007 rücken wir dieses durch und durch moderne Werk in den Mittelpunkt des heutigen Abends. Der Roman zeichnet sich durch Montagetechnik, durch das Einflechten von Textpassagen unterschiedlichster Gattung und Formensprache aus, mittels derer Döblin die Stimmung der unruhigen, reizüberflutenden Großstadt literarisch eindringlich umsetzt. Die Geschichte des Franz Biberkopf, eingebettet in assoziative Gedanken- und Sprachflüsse, gespickt mit häufigen Szeneriewechseln und der intensiven Darstellung seiner unterschiedlichen Wegbegleiter, ist die Geschichte eines kleinen Mannes, der sich seinen Weg durch ein Berlin des Umbruchs zu bahnen versucht.
Prof. Dr. Sabina Becker vom Deutschen Seminar der Universität Freiburg, spricht über diesen ‚Meilenstein’ deutschsprachiger Literaturgeschichte. Sie lehrt und forscht zur neueren deutschen Literatur und veranstaltete eine Internationale Fachtagung zu Alfred Döblins 50. Todestag im Juni diesen Jahres in Emmendingen.
Begrüßung: Kulturbürgermeister Ulrich von Kirchbach
Im Anschluss zeigt das Kommunale Kino die Originalfassung von
Berlin Alexanderplatz aus dem Jahr 1931:
Regie: Phil Jutzi; Kamera: Nicolas Farkas , Erich Giese; Drehbuch: Alfred Döblin und Hans Wilhelm; mit Heinrich George, Maria Bard, Margarete Schlegel, Bernhard Minetti u.a.
Adaption des gleichnamigen Romans von Alfred Döblin. Der für damalige Zeiten avantgardistische Regisseur Phil Jutzi schuf einen realistischen Film mit einer betont starken Sozialkritik: Der Transportarbeiter Franz Biberkopf (Heinrich George) wird aus dem Gefängnis entlassen und will fortan ein ehrliches Leben führen. Er wird Straßenverkäufer und gerät durch den Bandenchef Reinhold zurück ins kriminelle Milieu ...
Eine Veranstaltung von: Literaturbüro Freiburg, Kommunales Kino Freiburg und Kulturamt der Stadt Freiburg.
| Di 11.12. 20.00 | Galerie im Haus für Film und Literatur | Eintritt 8,00 / 6,00 Euro

LITERARISCH-FILMISCHER TEESALON
»Die Entdeckung der Einsamkeit« | Orhan Pamuk 
"Orhan Pamuk ist für uns ein Glücksfall" (DIE ZEIT)
Der Nobelpreisträger Orhan Pamuk zählt zu den erfolgreichsten türkischen Schriftstellern. Er lebt in Istanbul und ist ein Grenzgänger zwischen Orient und Okzident.
Der Dokumentarfilm begleitet den Schriftsteller durch „sein“ Istanbul und fängt die Stimmung seiner Werke durch faszinierende Bilder ein. "Die unendlich reiche Literatur von Orhan Pamuk erklärt der Welt sein Land." (Joachim Sartorius, DIE ZEIT) Der Autor offenbart Einblicke in seinen Alltag und zeigt uns den Menschen, der sich hinter dem Schriftsteller verbirgt.
Anna Seidenglanz liest Auszüge aus Pamuks neuen Roman „Istanbul“, eine Liebeserklärung an seine Stadt, ein Roman über seine Familie, in der er die Moderne mit der Tradition verbinden will, seine Familiengeschichte mit der Geschichte der Stadt und die Melancholie – „Hüzün“ – mit Lebensfreude.
Eine Veranstaltung von: Südwind Freiburg e.V., Kommunales Kino Freiburg und Literaturbüro Freiburg sowie im Rahmen der Veranstaltungsreihe TürkAlmanyaFreiburg
Fr | 14.12.07 | 20.00 | Galerie im Haus für Film und Literatur | Eintritt 3,00 Euro

Best of Literarisches Werkstattgespräch 07
Jahresabschlusslesung 
Das »Literarische Werkstattgespräch«, Neufassung der vormaligen »Offenen Lesung«, ist eine Veranstaltung, bei der Schreibende unveröffentlichte literarische Texte zur Diskussion stellen können. Am 20. Dezember findet erstmalig eine Jahresabschlusslesung statt, in der die besten Autorinnen und Autoren aus 2007 ihre Texte einem öffentlichen Publikum vorstellen.
| Do 20.12. 20.00 | Haus für Film und Literatur | Eintritt frei | 
|