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Programm November


Freitag, 04. November


zwischen/miete

Junge Literatur in WGs

 

»Da sind, wie Trollfrauen und böse Feen von einem aggressiven Videospieldesigner über die ganze dunkle, feuchte Wiese vor mir ausgestreut, überall Dreier-, Vierergruppen fremder Rand- und Nebenfiguren, an denen ich nicht vorbeigehen kann: Ich bräuchte einen Schild, vielleicht ein Schwert. Ich bräuchte Stärke und Gewandtheit. Und ich bräuchte einen Helm.« (Romanprojekt »Zimmer voller Freunde«)

 

Die Lesereihe zwischen/miete präsentiert Literatur aus der jüngsten Schriftstellergeneration und bringt sie ins Gespräch. Von Studierenden organisiert und moderiert, kommen für einen Abend professionelle junge AutorInnen zur »Zwischenmiete« in Freiburger Wohngemeinschaften und präsentieren ihre Texte. Die von ihren Bewohnern ganz unterschiedlich geprägten studentischen Räume werden so zu einem Ort der jungen Literatur und etablieren eine Plattform für den deutschsprachigen literarischen Nachwuchs.

 

Die erste zwischen/miete im Herbst 2011 findet in der Glümerstraße 15 statt. Zu Gast: Stefan Mesch, geboren 1983 in Sinsheim (Baden), schreibt für die ZEIT, den Berliner Tagesspiegel und literaturkritik.de. Er studierte Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim und war Mitherausgeber der Literaturzeitschrift BELLA triste, Editor des Kulturtagebuch-Projekts und Mitveranstalter von PROSANOVA, dem Festival für junge Literatur. Seit 2009 schreibt er »Zimmer voller Freunde«, seinen ersten Roman.

 

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg und des Studentenwerks Freiburg.

 

| Fr 04.11.11 | 20 Uhr | Glümerstraße 15 | Eintritt: 3 € inkl. Bier und Brötchen | anschließend Party mit den DJs Johann Wolfgang Flöte, Max Fresh und Ingeborg Bassmann

 


Donnerstag, 10. November

HörBAR | Esther Dischereit | „Nothing to Know but Coffee to Go“

 

Vielleicht gewöhnt man sich an die indiskreten Sicherheitschecks in Zeiten des Terrors. Oder an den Krebs. Nur wohin fliehen, wo bleiben, wohin umziehen, wenn es überall unerträglich wird? Immer wieder diese komischen Familienfeiern, als ließe sich irgendwas klären zwischen variablen Seitensprüngen oder zwischen Ost und West. Was weiß man denn voneinander? „Nothing to Know but Coffee to Go“ (Regie: Robert Schoen) lautet Esther Dischereits beinahe werbetaugliche Kurzformel für das postmoderne Gefühlsnomadentum. Ihr Radiostück gleichen Namens präsentiert die Autorin selbst in der November-HörBAR.

 

Dischereit, geboren 1952 im hessischen Heppenheim, ist der Geheimtipp einer blühenden deutsch-jüdischen Literaturszene: Nach einer wild bewegten Phase politischer Aktivität hat sich die Wahlberlinerin zu einem veritablen schriftstellerischen Allround-Talent gemausert. Neben Erzählungen, Gedichten und einem „Entwicklungsroman in Fragmenten“ verfasst sie Hörspiele und Essays – bekannt wurde sie 1998 mit den „Übungen jüdisch zu sein“, in denen sie klug auslotet, wie man heutzutage „normal“ jüdisch leben kann, wenn doch im Holocaust alle Normalität abhanden gekommen ist. Es moderiert Jenny Warnecke.

 

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg, Kommunalen Kinos Freiburg und SWR2.

 

| Do 10.11. | 20 Uhr | Kinosaal | Alter Wiehrebahnhof | Eintritt: 5/4 €

 


Freitag, 11. November

„Vor den Hohen Feiertagen gab es ein Flüstern und Rascheln im Haus“ | Performance mit Esther Dischereit

 

Esther Dischereits seit 2008 auf dem Eichengrün-Platz der nordrheinwestfälischen Stadt Dülmen in Zusammenarbeit mit dem Wiener Komponisten Dieter Kaufmann installierten Klang- und Textzeichen sind Splitter aus dem tragischen Leben der Juden (und Nicht-Juden) an diesem Ort, unvollständige Erinnerungsstücke, die von den Spuren der Zeit und des Vergangenen unwiderruflich tief gezeichnet sind. Das Thema des Verschwindens, das diesen Erinnerungsdiskurs im Nachhall der Auslöschung kennzeichnet, klingt überall mit an, wo künstlerisch an jüdische Gemeinschaft nachgedacht wird.

 

Gemeinsam mit dem bekannten experimentellen Komponisten und Perkussionisten Ray Kaczynski wird Dischereit ihre Klang- und Textinstallation in Freiburg auf die Bühne bringen. Es moderiert Elisabeth Cheauré, Professorin am Slawischen Seminar der Universität Freiburg.

 

Eine Veranstaltung von Literaturbüro Freiburg, SWR2, Kulturamt Freiburg, Theater Freiburg, Unabhängige Frauen Freiburg, Gender Studies Uni Freiburg und Jos Fritz Buchhandlung.

 

| Fr 11.11. | 20 Uhr | Winterer-Foyer im Theater Freiburg | Bertoldstraße 46 | Eintritt: 7/5 €

 


Freitag, 18. November


Bild: PRÖ

Jugend schreibt-Spezial! Zu Gast: Peggy Mädler

 

Im Rahmen des 25. Freiburger Literaturgesprächs

 

Unter dem Motto „Jugend schreibt“ treffen sich seit über zehn Jahren Oberstufenschülerinnen und -schüler im Literaturbüro, um mit professioneller Unterstützung an ihren Geschichten, Romanen und Gedichten zu arbeiten. Besonderen Besuch erwartet die Runde an diesem Freitag: Peggy Mädler ist mit ihrem Debütoman „Legende vom Glück des Menschen“ ein warmherzig verschmitztes literarisches Kabinettstück gelungen und zu Gast in der Werkstatt.

 

Moderiert wird die Werkstatt von Bernd-Jürgen Thiel, langjähriger Moderator von „Jugend schreibt“, und dem Freiburger Schriftsteller Martin Gülich. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Anmeldung bitte im Literaturbüro unter Tel. 0761/289989 oder info@literaturbuero-freiburg.de.

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg, in Zusammenarbeit mit dem Regierungspräsidium Freiburg, Abteilung Bildung und Schule und dem Kulturamt der Stadt Freiburg.

 

| Fr 18.11. | 15.30 – 18 Uhr | Literaturbüro Freiburg, 2. OG | Alter Wiehrebahnhof | Urachstraße 40 | Eintritt: frei

 


Sonntag, 20. November


Bild: Jochen Ebmeier

WAS WIR BRAUCHEN.

 

Abschlussveranstaltung zum 25. Freiburger Literaturgespräch

 

Der Spannungsbogen zwischen dem, was wir meinen zu brauchen und dem, was wir mutmaßlich haben, ist nicht nur Gegenstand theoretischer Diskurse und öffentlicher Debatten sondern auch zentrales Thema der Literatur.

 

Befragen wir sie: Die Schritstellerin Peggy Mädler ist Mitbegründerin des Labors für kontrafaktisches Denken, das daran arbeitet, Realität unter der Option eines „Als Ob“ zu denken und zu verändern. In ihrem Debüt „Legende vom Glück des Menschen“ verzahnt sie individuelle Familiengeschichte mit der Gesellschaftsgeschichte der DDR und stellt auf ihre Weise Fragen nach dem, was wir brauchen. Aris Fioretos, der in Berlin lebende schwedische Autor mit österreichisch-griechischen Wurzeln, folgt in seinem jüngsten Roman „Der letzte Grieche“ auf der Basis einer europäischen Migrationsgeschichte ebenfalls der Frage nach den zentralen Suchbewegungen der Menschen. Und der Georg-Büchner-Preisträger Wilhelm Genazino beschreibt in seinem jüngsten Roman „Wenn wir Tiere wären“ einen Architekten, der zunehmend die Kontrolle über sein Leben verliert und sich in diesen Prozessen mit der Frage nach menschlichen Bedürfnissen und Zumutungen befasst.

 

Die Gesprächsrunde wird moderiert von Insa Wilke, Programmleiterin des Literaturhaus Köln, freie Journalistin.

 

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Stadt Freiburg und dem SWR Studio Freiburg.

 

| So 20.11. 2011 | 11 Uhr | Schlossbergsaal SWR Studio Freiburg | Kartäuserstraße 45 | Eintritt: 5 €

 


Mittwoch, 23. November


Bild: PRÖ

In der Reihe FREIBURGER ANDRUCK:

 

„Kleist. Ein Leben“ | Übersetzerlesung mit Ragni Maria Gschwend

 

Zweihundert Jahre und zwei Tage wird Heinrich von Kleist, der erratische Gigant der deutschen Literatur, an diesem 23. November 2011 tot sein: Die Faszination für das genialisch unbequeme Werk und das heftig durchwogte Leben des adligen Selbstmörders scheint im Kleist-Jahr nichtsdestotrotz ungebrochen.

 

Die italienische Schriftstellerin und Germanistin Anna Maria Carpi hat sich für ihre Aufsehen erregende neue Kleist-Biografie eines ungewöhnlichen erzählerischen Verfahrens bedient: In der Sache streng an den Fakten orientiert, in der Darstellung dagegen äußerst liberal. Sie imaginiert Begegnungen, Unterhaltungen, Einsamkeitsszenen und erteilt dem Dichter das Wort, der postum, wie von heute aus, zu uns spricht. Die Freiburger Übersetzerin und Celan-Preisträgerin Ragni Maria Gschwend liest aus ihrer Übersetzung und spricht mit BZ-Kulturredakteurin Bettina Schulte über ein poetisches Jahrhundertleben.

 

Eine Veranstaltung von Literaturbüro Freiburg, Kulturamt der Stadt Freiburg, Theater Freiburg, Stadtbibliothek Freiburg, SWR Studio Freiburg und der Badischen Zeitung.

 

| Mi 23.11.| 20 Uhr | Stadtbibliothek Freiburg | Eintritt: 7/ 5 € | Vorverkauf in der Stadtbibliothek Freiburg

 


Donnerstag, 24. November


Literarisches Werkstattgespräch

 

Im Literarischen Werkstattgespräch können Schreibende unveröffentlichte literarische Texte zur Diskussion stellen. Die Veranstaltung findet monatlich jeweils am letzten Donnerstag statt. Textbewerbungen bitte bis spätestens eine Woche vor dem Gespräch ans Literaturbüro schicken.

 

| Do 24.11. | 20 Uhr | Galerie | Alter Wiehrebahnhof | Urachstraße 40 | Eintritt frei


Freitag, 25. November


Bild: PRÖ

„Wer einmal die Augen öffnet...“ | Robert Bober liest!

 

Als Schneider, Töpfer und Erzieher verdiente Robert Bober in Frankreich den Lebensunterhalt seiner Familie, nachdem er 1933 aus Berlin geflohen war. In sensationeller beruflicher Steilkurve brachte er es dennoch zum Assistenten des Jahrhundertregisseurs Francois Truffaut („Jules et Jim“), später drehte er in Eigenregie zeitgeschichtliche Dokumentarfilme – mittlerweile hat er sich jedoch auch poetisch Meriten erworben: Sein Romandebüt „Was gibt’s Neues vom Krieg?“ war ein paneuropäischer Bestseller.

 

Aus seinem neuen Erinnerungsband „Wer einmal die Augen öffnet, kann nicht mehr ruhig schlafen“ wird er in Freiburg lesen. In schlichter, unprätentiöser Sprache verwebt Bober persönliches Geschick und die großen Wechselläufe der Weltgeschichte zu einem meisterlichen, atmosphärisch dichten Panorama des 20. Jahrhunderts.

 

Die Moderation übernimmt Tobias Scheffel, der Bobers Roman auch ins Deutsche übersetzt hat.

 

Um 16 Uhr zeigt das Kommunale Kino in Anwesenheit Robert Bobers Truffauts „Jules et Jim“ (OmU).

 

Eine Veranstaltung von Literaturbüro Freiburg, Centre Culturel Français Freiburg, Frankreich-Zentrum der Universität Freiburg und jos fritz Buchhandlung.

 

| Fr 25.11. | 20 Uhr | Centre Culturel Français | Münsterplatz 11 | Eintritt: 5/3 €

 


Sonntag, 27. November


PREISVERLEIHUNG

 

Kinder- und Jugendschreibwettbewerb: „geht’ s noch?!“

 

Im Rahmen einer Überraschungsparty im Vorderhaus werden die zehn besten eingereichten Geschichten und ihre Autorinnen und Autoren zum diesjährigen Thema „geht’s noch?!“ des Schreibwettbewerbs für Mädchen und Jungen von 12 bis 16 Jahren prämiert.

 

Eine Veranstaltungskooperation von Literaturbüro Freiburg, Vorderhaus – Kultur in der Fabrik, SWR Studio Freiburg und Kulturamt der Stadt Freiburg – STORIES Jugendliteraturtage.

 

| So 27.11. | 19 Uhr | Vorderhaus – Kultur in der Fabrik | Habsburger Straße 9 | 79104 Freiburg | Eintritt frei |

 


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