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Rückblick | Januar 2011


Montag, 17. Januar 2011

HörBAR | Art’s Birthday

 

Die HörBAR feiert den Geburtstag der Kunst

 

| 20.00 Uhr | Hörspiel | Raymond Federman: My body in 9 parts | DLR 2008 | Prix Italia 2008.

 

Zu seinem 80sten hatte Federman (1928-2009) "Body art" geschrieben - eine ironische vielstimmige Körperbiografie. Im Stück hören wir Federman als Performer zusammen mit Übersetzerstimme und Musikern.

 

| ab 21 Uhr | Party im Alten Wiehrebahnhof

– der Bezug zur Bildenden Kunst steht dieses Jahr im Vordergrund. Nicoletta Torcelli bietet in einem Beitrag Informationen und Bilder zur FLUXUS-Bewegung.

Dazu als Live-Stream ein Event aus dem ZKM Karlsruhe:

SWR2 organisiert im Medientheater des ZKM ein vierstündiges Live-Konzert mit To Rococo Rot, die Gruppe bezieht sich in ihrem Act auf das Buch Grapefruit von Yoko Ono. Auch die deutsch-schweizerische Medienkunstgruppe "Institut für Feinmotorik" wird mit von der Party sein.

 

 

Der Geburtstag der Kunst wird am 17. Januar 2011 gefeiert , in Gedenken an den Fluxus-Künstler Robert Filliou. Der behauptete 1963, dass exakt vor 1 Million Jahren die Kunst geboren worden sei, um präzise zu sein, am 17. Januar, seinem eigenen Geburtstag. Zur Geburtsstunde der Kunst ernannte Filliou ein fiktives, zufälliges Ereignis, nämlich »als jemand einen trockenen Schwamm in ein Gefäß voll Wasser fallen ließ« , und bemerkte dazu selbstironisch: »bescheidene Anfänge, aber schaut uns heute an.« 10 Jahre später feierte er mit einer öffentlichen Party in der Neuen Galerie Aachen den 1.000.010. Geburtstag der Kunst. Seit Fillious Tod im Jahr 1987 führen Künstler weltweit im Sinne von dessen Konzept der Kunst als »Eternal Network« oder »Fête permanente« den »Art’s Birthday« fort: Mit »mailart«, Fax und »slow scan tv events«.

 

Die Ars Acustica Group der European Broadcast Union (EBU) feiert seit 2004 mit: Über die EBU-Satellitenkanäle »Verdi« und »Ravel« werden akustische Geschenke zwischen den international beteiligten Radiostationen ausgetauscht. Beteiligte Spielorte, die alle live senden, u.a. Belgrad, Helsinki, Berlin, Bratislava, Madrid, Stockholm, Ljubljana, Prag, Brüssel, Zagreb, Hilversum, Karlsruhe, Dublin und Wien.

Zu der Frage, wie Pop-Kultur und Pop-Musik in der Zukunft klingen könnten, beziehen Musiker, Klangkünstler und Komponisten aus ganz Europa Stellung. Das Ergebnis wird eine live gesendete „tour de force« der Klänge und Musiken sein.

 

To Rococo Rot ist ein Post-Rock Trio aus Berlin, welches 1995 von Stefan Schneider (E-Bass, zu der Zeit auch bei Kreidler) sowie den Brüdern Ronald (Gesang, Schlagzeug, Samples) und Robert (E-Gitarre, Samples) Lippok gegründet wurde. Der Bandname ist ein Palindrom, d. h. er kann sowohl vorwärts als auch rückwärts gelesen werden.

Das Debütalbum .cd wurde 1996 durch das Berliner Indie Pop/Electro-Label Kitty-Yo veröffentlicht. Schon 1997 folgte das nächste Album, Veiculo, mit dem die Band zum englischen City Slang-Label wechselte. 1999 wechselte die Band zu Mute Records und das Album The Amateur View wurde veröffentlicht, gefolgt durch Music Is a Hungry Ghost und Kölner Brett im Jahr 2001, Hotel Morgen im Jahr 2004 und Taken from Vinyl im Jahr 2006.

 

Institut für Feinmotorik (IFF) ist eine aus Marc Matter, Mark Bruederle, Daniel van den Eijkel, Florian Meyer und zeitweilig Melani Wratil bestehende, deutsch-schweizerische Medienkunstgruppe, die ihren Schwerpunkt im Bereich akustische Kunst und Musik hat.

Die 1997 gegründete Gruppe wurde vor allem durch ihr Album „Penetrans“ von 2002 bekannt, das vollständig mit präparierten Schallplattenspielern eingespielt wurde und einen Sound zwischen Clicks & Cuts und Minimal Techno präsentierte. Neben zahlreichen Tonträgern hat das IFF auch Videos, Fotografien, Bücher sowie theoretische Schriften publiziert und multimediale Veranstaltungen und Ausstellungen organisiert Veranstaltungen und Ausstellungen organisiert.

 

| Mo 17.01. | 20.00 Uhr | HörBAR | Galerie | Alter Wiehrebahnhof, Urachstr. 40, 79102 Freiburg | Eintritt: 5/4 € |

 

 


Donnerstag, 20. Januar 2011



50 JAHRE OuLiPo

Lesungen und Diskussionen

 

Am Anfang stand eine Verabredung zum Essen: Im November 1960 luden Raymond Queneau und François Le Lionnais befreundete Schriftsteller in ein Pariser Restaurant ein. Dies war die Geburtsstunde der Autorengruppe OuLiPo – »Ouvroir de Littérature Potentielle«, der Werkstatt für potentielle Literatur. Ihr Ziel: Spracherweiterung durch formale Zwänge, Revolution der Literatur durch spielerisch-mathematische Regeln. Zu den bekanntesten Autoren von OuLiPo gehören Italo Calvino, Oskar Pastior und Georges Perec.

Das 50. Jubiläum von OuLiPo feiern das Literaturbüro Freiburg, das Centre Culturel Français Freiburg und das Frankreich-Zentrum der Universität Freiburg mit einer dreiteiligen Veranstaltungsreihe im Dezember und Januar.

 

OuLiPo #3: Jürgen Ritte: Bis auf die Knochen & Hervé Le Tellier: Assez parlé d’amour

LESUNG MIT WEINPROBE

 

„Am Anfang schuf Gott Hirn und Eintopf. Und der Eintopf war wüst und leer, und es herrschte Fisch auf der Terrine.“ (Genesis nach Marcel Bénabou)

 

Oulipote Hervé Le Tellier und OuLiPo-Übersetzer Jürgen Ritte stellen in Form eines oulipotischen Dialogs vor, worum es bei der potentiellen Literatur geht. Le Tellier liest sodann aus seinem Roman Assez parlé d’amour, worin die Form zur Angelegenheit des Herzens wird. Eine solche ist für Ritte die potentielle Kochkunst: Den Buchstabensalat begleitet eine potentielle Weinprobe aus seinem Kochbuch Bis auf die Knochen. Das potentielle Publikum ist eingeladen, trinkend mit einzustimmen; ohne Zwänge, aber mit einem kleinen Unkostenbeitrag.

Moderation: Marlon Poggio, Romanist an der Universität Freiburg.

 

Hervé Le Tellier ist Mitglied von OuLiPo, Linguist, Lehrbeauftragter an der Université Paris Descartes sowie an der Sorbonne-Nouvelle. Jürgen Ritte, deutsch-französischer Literaturkritiker, Übersetzer und Professor der Germanistik an der Université Sorbonne-Nouvelle, lebt ebenfalls in Paris.

 

Eine Veranstaltung von Literaturbüro Freiburg, Centre Culturel Français Freiburg und Frankreich-Zentrum der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Mit freundlicher Unterstützung des Vereins der Freunde und Förderer des Centre Culturel Français Freiburg und Jacques’ Weindepot.

 

| Do 20.01. | 20.00 Uhr | Centre Culturel Français Freiburg, Münsterplatz 11, 79098 Freiburg | Eintritt frei; 1 Euro Unkostenbeitrag für die Weinprobe |

 

Ausführliche Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen unter www.literaturbuero-freiburg,de.

 

Mit freundlicher Unterstützung von

Weltlesebühne, Förderverein des Frankreich-Zentrums der Universität Freiburg, Verein der Freunde und Förderer des Centre Culturel Français Freiburg und Sportärztebund Südbaden e. V.

 


Freitag, 21. Januar 2011

EMINE SEVGI ÖZDAMAR LIEST!

 

»Ich bin ein Mensch vom Weg, am liebsten ist mir, im Zug zu sitzen zwischen den Ländern. Der Zug ist ein schönes Zuhause«

 

So beschreibt Emine Sevgi Özdamar, geb. 1946 in Malatya in der Türkei, ihren Werdegang als deutsch-türkische Schriftstellerin. Nachdem sie bereits mit 19 Jahren ihrem Interesse für das deutsche Theater folgte, in einer Berliner Fabrik jobbte, kehrte die zwischenzeitlich in Istanbul ausgebildete Schauspielerin 1976 nach Berlin zurück. Im Laufe einiger Jahre in Berlin, Paris, Avignon und Bochum machte sich Özdamar in zahlreichen Theater- und Filmrollen einen Namen. Seit 1982 ist sie zudem als Schriftstellerin und Autorin tätig. Ihr Theaterstück Karagöz in Alemania (dt. Schwarzauge in Deutschland) wurde 1986 als erstes Werk einer deutsch-türkischen Autorin an einer großen deutschen Bühne, dem Frankfurter Schauspielhaus, uraufgeführt und beeinflusste das wachsende Interesse am Schaffen eingewanderter Autoren in der deutschen Gegenwartsliteratur maßgeblich. Ihr erster Erzählband Mutterzunge (1990) gehört zu den Best Books of Fiction published 1994 in Amerika; ihr Roman Das Leben ist eine Karawanserei hat zwei Türen aus einer kam ich rein aus der anderen ging ich raus wurde weltweit in zahlreiche Sprachen übersetzt. Zwei weitere Romane, Die Brücke vom Goldenen Horn (1998) und Seltsame Sterne starren zur Erde (2003) komplettieren ihre Istanbul-Berlin-Trilogie. Emine Sevgi Özdamar hat ihre vielschichtigen Erfahrungen der Migration, des Lebens in unterschiedlichen Kulturen zu einem sprachlichen Kunstwerk von internationalem Rang verdichtet, das die literarische Kritik und die Literaturwissenschaft mit großer Anerkennung begleiten. Dr. Hansjörg Bay, Literaturwissenschaftler an der Universität Erfurt, moderiert die Lesung und führt in das Werk der Autorin ein.

 

Eine Veranstaltung von: Literaturbüro Freiburg, Kommunales Kino, Volkshochschule Freiburg, Caritas, SWR International, Freiburger Wahlkreis 100% und Stadt Freiburg, im Rahmen des Projekts »Migrationsgeschichte in Freiburg 1955-1973«.

 

| Fr 21.01. | 20:00 Uhr | Kinosaal | Alter Wiehrebahnhof, Urachstraße 40, 79102 Freiburg | Eintritt: 8/6 € |

 


Donnerstag, 27. Januar 2011


LITERARISCHES WERKSTATTGESPRÄCH

 

Im »Literarischen Werkstattgespräch« können Schreibende unveröffentlichte literarische Texte zur Diskussion stellen. Die Veranstaltung findet monatlich jeweils am letzten Donnerstag statt. Textbewerbungen bitte bis spätestens eine Woche vor dem Gespräch ans Literaturbüro schicken.

 

| Do 27.01. | 20.00 Uhr | Galerie | Alter Wiehrebahnhof | Urachstraße 40, 79102 Freiburg | Eintritt frei |

 

 


Freitag, 28. Januar 2011

zwischen/miete

LESUNG MIT JANIN WÖLKE



Die Lesereihe zwischen/miete präsentiert Literatur aus der jüngsten Schriftstellergeneration und bringt sie ins Gespräch. Von Studierenden organisiert und moderiert, kommen für einen Abend professionelle junge AutorInnen zur »Zwischenmiete« in Freiburger Wohngemeinschaften und präsentieren ihre Texte. Die von ihren Bewohnern ganz unterschiedlich geprägten studentischen Räume werden so zu einem Ort der jungen Literatur und etablieren eine Plattform für den deutschsprachigen literarischen Nachwuchs.

 

»die stadt ist so still, dass ich erschrecke

vor dem schatten eines fußgängers auf dem asphalt/ich wundere mich

früher waren wir schneller als all unsere pläne/heute weichen

wir bestürzt einem schatten aus« (Janin Wölke, mittwoch nachmittag )

 

Autorenporträt

Janin Wölke wurde 1982 in Berlin geboren. Von 2006 bis 2010 studierte sie

Germanistik, Geschichte und vergleichende Literaturwissenschaft in Freiburg

und Paris. Jetzt lebt sie in Berlin, schreibt Gedichte und verdient sich

ihr Geld als Kellnerin. Sie arbeitet gemeinsam mit dem Elektroduo Ponyrony

am Projekt »Daydreamer Dress« und hat bereits in der Literaturzeitschrift

außer.dem veröffentlicht.

 

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg in Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk Freiburg.

 

| Fr 28.01. | 20.00 Uhr | Salzstraße 24, 2. OG| Eintritt 3 € (inkl. einem Bier und Brötchen) |

 

Weitere Informationen und fotografische Einblicke in die Lesungen sind zu finden auf facebook.

 

Kontakt: zwischenmiete@literaturbuero-freiburg.de


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