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Rückschau | Mai 2010


Internationales Symposium DRAMAQUEEN. Neues Theater von Frauen aus Mittel- und Osteuropa (Berlin, 6. – 8. Mai 2010)


 

Dramatikerinnen, Regisseurinnen und Theaterexpertinnen aus vierzehn mittel- und osteuropäischen Ländern bringt das internationale Symposium DRAMAQUEEN. Neues Theater von Frauen aus Mittel- und Osteuropa im Literarischen Colloquium Berlin (LCB) und in den Sophiensaelen vom 6. bis 8. Mai 2010 zusammen. Gemeinsam diskutieren sie die Funktionen von Theater und seinen Akteurinnen in Transformationsländern nach 1989 und zeigen Perspektiven einer Grenzen überschreitenden Theaterarbeit auf. Eingeladen sind Autorinnen wie Dorota Masłowska (»Schneeweiß und Russenrot«, »Zwei arme, polnisch sprechende Rumänen«), Ivana Sajko (»Rio Bar«) und Nicoleta Esinencu (»FUCK YOU, Eu.ro.Pa!«) u.a., die zusammen mit Lektorinnen, Theaterwissenschaftlerinnen und Journalistinnen das erfolgreiche wie auch provozierende Theater junger Dramatikerinnen in den Blick nehmen. Aufgeteilt in die Panels Generation Dramaqueen – Die Bühne im Rampenlicht – Ästhetik der Sprache – Gedächtnisspeicher Theater – Provokationen – Kreuzungen erörtert das dreitägige Symposium darüber hinaus den bedeutenden Einfluss dieser Autorinnen auf das europäische Drama und debattiert die neuen Werke, die in drastischen Bildern die ungeschminkte Realität deformierter Gesellschaften, ihren moralischen Verfall und den sinnentleerten und gleichsam entfesselten Konsum reflektieren.

 

Eröffnungsveranstaltung am 6. Mai 2010 (20 Uhr) im Literarischen Colloquium Berlin (Am Sandwerder 5, 14109 Berlin): Sabine Adler (Deutschlandfunk) im Gespräch mit Ivana Sajko (Kroatien) und Dorota Masłowska (Polen).

 

Das Projekt wird gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und die Robert Bosch Stiftung, in Kooperation mit den Sophiensaelen, dem Literarischen Colloquium Berlin und dem Literaturbüro Freiburg.

 

Idee und Durchführung: Katarina Tojić, Kateryna Stetsevych und Stefanie Stegmann

 

Website: www.dramaqueen-symposium.com

 

 


Donnerstag, 06. Mai 2010

Prof. Dr. Hermann Bausinger: Hebel als poetischer Aufklärer

Vortrag zum 250. Geburtsjahr Johann Peter Hebels

 

Die spannungsvolle Formulierung „poetischer Aufklärer“ deutet bereits an, dass das Eigene, Besondere des großen Johann Peter Hebel in den Blick kommt: lebenspraktischer Verstand, Vernunft, Menschlichkeit, Toleranz, aber damit verbunden leiser Humor und ein dichterisches Sprechen und Erzählen, welches Leserin und Leser bis heute verzaubert.

 

Prof. Dr. Hermann Bausinger, 1926 in Aalen geboren, em. Professor der Universität Tübingen, leitete von 1960 bis 1992 das Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft. Zahlreiche Publikationen zur Alltagskultur, Kulturgeschichte, Landeskunde. 2006 publizierte er mit großem Erfolg Der herbe Charme des Landes. Gedanken über Baden-Württemberg, 2007 die Essays Berühmte und obskure /SCHWÄBISCH-ALEMANNISCHE PROFILE. 2009 hat er die Kalendergeschichten von Johann Peter Hebel neu herausgegeben.

 

Der Vortrag reiht sich in weitere im Markgräflerland stattfindende kulturelle Aktivitäten zum Hebel-Jubiläum ein und ist ein Beitrag zu den »Heimattagen Baden-Württemberg«. Es handelt sich um eine Veranstaltung der Baden-Württemberg Stiftung im Rahmen des Literatursommers 2010, der Hebel gewidmet ist.

 

Projektträger ist die Lesegesellschaft Müllheim e.V. in Kooperation mit dem Literaturbüro Freiburg.

 

| Do 06.05 | 20.00 Uhr | Galerie im Alten Wiehrebahnhof | Urachstr. 40, 79102 Freiburg | Eintritt: 5,00/3,00 Euro |

 

 


Montag, 10. Mai 2010


Martin von Arndt

 

LITERATUR IM SORTIMENT

Martin von Arndt: Der Tod ist ein Postmann mit Hut

 

Autoren lesen am „Ort des Geschehens“ – dort, wo sie ihre Figuren handeln, leiden und lieben lassen. Literatur kehrt ein in die Räume, die mit Worten erschaffen wurden.

Literatur im Sortiment verbindet Literatur mit Lokalitäten, fiktive Räume mit realen Räumlichkeiten.

 

Mit Der Tod ist ein Postmann mit Hut hat sich Martin von Arndt, dessen Beobachtungsgabe und Sprachbeherrschung zu den schönsten Erwartungen berechtigen, neuerlich als angehender Autor von Rang zu erkennen gegeben. (Die Zeit)

 

Wer sendet ihm Monat für Monat anonym ein leeres Blatt Papier als Einschreibebrief? Gibt es etwa ein dunkles Geheimnis in seiner Vergangenheit oder in seiner Familie? Diese Fragen stellt sich der Gitarrist Julio, der seit Jahren davon lebt, Klassiker der Rockmusik für chinesische Schnellimbisse aufzubereiten. Julio beschließt, den Briefen auf den Grund zu gehen. Er macht sich auf die Suche nach möglichen Absendern, pflügt seine Vergangenheit und sein ganzes Leben um, bis er die Bekanntschaft mit einem pensionierten Chefinspektor macht und den alten Grantler, einen Seelenverwandten aus einer anderen Generation, ins Herz schließt.

 

Martin von Arndt, 1968 geboren in Ludwigsburg, studierte Literatur-, Religionswissenschaft und Psychologie in Saarbrücken, Budapest und Würzburg. Promotion in Religionswissenschaft. Er lebt heute als Schriftsteller, Übersetzer, Musiker und freier Dozent unweit von Stuttgart, in Essen und im südungarischen Pécs.

 

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg und der Poststelle in der Basler Str. 2 Freiburg.

 

Mo 10.05. | 20:00 Uhr | LITERATUR IM SORTIMENT | Martin von Arndt: Der Tod ist ein Postmann mit Hut | Poststelle, Basler Str. 2, 79100 Freiburg | Eintritt: 8,- / 6,- Euro

 

 


Freitag, 14. Mai 2010


 

ZWISCHEN/ MIETE

Nachwuchsliteratur in WGs

 

Die neue Lesereihe präsentiert Literatur aus der jüngsten Schriftstellergeneration und bringt sie ins Gespräch. Für einen Abend kommen professionelle, noch nicht im Literaturbetrieb etablierte AutorInnen zur zwischen/miete in Freiburger Wohngemeinschaften und stellen frische Texte vor.

Von Studierenden organisiert und moderiert, sollen die Lesungen die ganz unterschiedlich geprägten Räume des mal flotten, mal wenig außergewöhnlichen studentischen Lebens zu einem Ort der jungen Literatur machen.

 

Tilman Strasser, geboren 1984 in München, studiert seit 2005 Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Uni Hildesheim. Er war Chefredakteur des Internetmagazins lit07.de und Redakteur des Verlags Glück&Schiller. 2007 erschien sein Erzählband »Seeleben« in der Edition art & science. Außerdem ist er Mitglied der Literaturboygroup Text, Drugs and Rock‘n‘Roll. Tilman wird sein erstes Romanprojekt vorstellen. Dessen Held, Felix Hasenmeister, ist in eine Übezelle gesperrt und versucht Witz und Wut und Ehrlichkeit, um sich aus seinem Gefängnis zu erzählen.

 

Eine Veranstaltung von Literaturbüro Freiburg und Studentenwerk Freiburg.

 

| Fr 14.05. | 20.00 Uhr | Stühlinger Wohnheim | Engelbergerstraße 41e, 2. Haus rechts, 4. Stock, Eingang links und rechts | Zi 424/425 | Eintritt: 3,00 Euro (inkl. Brötchen und Bier)

 

 


Donnerstag, 27. Mai 2010

 

LITERARISCHES WERKSTATTGESPRÄCH

 

Im »Literarischen Werkstattgespräch« können Schreibende unveröffentlichte literarische Texte zur Diskussion stellen. Die Veranstaltung findet monatlich jeweils am letzten Donnerstag statt. Textbewerbungen bitte bis spätestens eine Woche vor dem Gespräch ans Literaturbüro schicken.

 

| Do 27.05. | 20.00 Uhr | Galerie im Alten Wiehrebahnhof | Urachstraße 40, 79102 Freiburg | Eintritt frei |

 

 


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