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Rückblick | Juni 2009


Montag, 08. Juni 2009

DOPPELZIMMER mit Kathrin Röggla und Caspar Dohmen

 

Moderation: Stephan Schlak

 

»Wir schlafen nicht« lautet der programmatische Titel von Kathrin Rögglas letztem Roman: Auf der Grundlage von literarisch verfremdeten Interviews mit Beratern und IT Managern zeichnet Röggla ein scharfes Bild unserer modernen, kapitalistischen Leistungsgesellschaft und Finanzwelt. Auch in ihrem Theaterstück »draußen tobt die Dunkelziffer« geht es um Konsequenzen dieser Entwicklungen: Die Verschuldung und die sozialen Folgen für die betroffenen Menschen. Kathrin Röggla schreibt Prosa, Hörspiele und Theaterstücke. Im Doppelzimmer spricht sie mit Caspar Dohmen, Wirtschaftskorrespondent der Süddeutschen Zeitung. Dohmen erklärt in seinem Buch »Let´s make money - Was macht die Bank mit unserem Geld?« die komplexen Zusammenhänge des Geldmarktes und erläutert, warum die Immobilienblase in den USA platzte. Die Moderation übernimmt Dr. Stephan Schlak, Redakteur der Zeitschrift für Ideengeschichte.

 

Begleitend zur Lesung zeigt der aka-Filmclub am Do, 18.06. den Film zum Buch »Let´s make money«. Beginn: 20.00 Uhr, Einlass 19.45 Uhr, Ort: Uni Freiburg, Kolleggebäude II (KG II, gegenüber dem Stadttheater), Hörsaal 2006.

 

Eine Veranstaltung von Literaturbüro Freiburg und Buchhandlung Schwarz, mit freundlicher Unterstützung von Hotel Oberkirch.

 

Mo 08.06. 20:00 Uhr | Weindepot Andreas Dilger | Urachstraße 3, 79102 Freiburg | Eintritt: 8,00/6,00 Euro

 


Freitag, 12. Juni 2009

GEGENMITTEL

Nicoleta Esinencu liest in Freiburg

 

“Eines Tages kann es jedem passieren

dass man anstelle eines Gegenmittels

eine Gasmaske aufgesetzt bekommt

deren Schlauch, durch den Luft kommt,

blockiert ist“ (N. Esinencu)

 

Frisch, ungeschminkt und provozierend sind ihre Texte, die mittlerweile in vielen Ländern Europas gefeiert und auf die Bühne gebracht werden – außer in ihrem Heimatland, der Republik Moldau, das die junge und mutige Dramatikerin Nicoleta Esinencu hartnäckig ignoriert. Am 12. Juni 09 ist sie zu Gast in Freiburg und wird im Alten Wiehrebahnhof ihr Stück GEGENMITTEL (ANTIDOT) vorstellen. In einer oft sehr deutlichen und herausfordernden Sprache bricht die Autorin mit Tabus und erzählt von Umbrüchen, Menschenverachtung und dem »Homo sovieticus«.

 

Nicoleta Esinencu wurde 1978 in Chisinau, der Hauptstadt der Republik Moldau, geboren und studierte dort Theaterwissenschaften und Szenografie. Seit 2003 erhält sie zahlreiche Stipendien im Ausland. Mit ihrem Theaterstück »FUCK YOU, Eu.ro.Pa!« erregte sie europaweit für Aufsehen. Die Moderation der Lesung übernimmt Katrin Hillgruber, freie Journalistin und Literaturkritikerin (u.a. für die Süddeutschen Zeitung und Badische Zeitung). Gesprächspartner der Veranstaltung ist Gernot Erler, Staatsminister im Auswärtigen Amt und Osteuropaexperte. Den deutschen Text lesen Martin Gülich und Corinna Henselmann; Elsa Lueder vom romanischen Seminar der Universität Freiburg wird die Veranstaltung dolmetschen.

 

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg in Zusammenarbeit mit der West-Ost-Gesellschaft Südbaden e.V.

 

Fr 12.06. | 20.00 Uhr | Literaturbüro 2. OG | Urachstraße 40, 79102 Freiburg | Eintritt 3,00/5,00 Euro

 


Dienstag, 16. Juni 2009

SK-Lyrik³

Lyrik hoch drei

SLOWAKISCHE POESIE IN FREIBURG

Lesung mit Mila Haugová, Marián Hatala und Radoslav Tomáš

Moderation: Dr. Daniela Humajová (LiteraturInformationszentrum/LIC Bratislava)

 

Mit der Lesung von Mila Haugová (1942), Marián Hatala (1958) und Radoslav Tomáš (1982) lädt das Literaturbüro Freiburg zum ersten Mal zu einer Begegnung mit zeitgenössischer Poesie aus der Slowakei ein. Ein Land - drei Stimmen, drei Generationen, drei Autorenpoetiken. So vielfältig wie die literarische Landschaft der Slowakei ist auch das Schaffen der eingeladenen Autoren.

Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Daniela Humajová, Leiterin der Abteilung SLOLIA (Slovak Literature Abroad) und

Chefredakteurin der Revue der slowakischen Literatur.

 

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg in Kooperation mit dem Slowakischen Institut in Berlin, dem Slawischen Institut der Universität Freiburg und dem LiteraturInformationszentrum Bratislava.

Projektleitung: Szilvia Szarka, Kulturmanagerin der Robert Bosch Stiftung in Freiburg, und Slávka Porubská, freie Kulturmanagerin in München.

 

Di 16.06. 20.00 Uhr | Galerie im Alten Wiehrebahnhof | Urachstraße 40, 79102 Freiburg | Eintritt: 5,00/3,00 Euro |

 


Freitag, 19. Juni - Sonntag, 21. Juni 2009

bitte wenden! 20 Jahre Mauerfall in der Literatur

 

Gibt es eine Literatur der Wende? Wie wurde und wird der historische Umbruch in literarischen Texten verarbeitet? Worin liegt die spezifische Qualität dieser Literatur für Erinnerung, Aufarbeitung und Verständnis der Wende?

 

Im Gedenkjahr 2009 beleuchtet das Projekt „bitte wenden!“ den Beitrag von Autorinnen und Autoren aus Deutschland und den Ländern Mittelosteuropas zur Beschreibung und Deutung der Zeitenwende 1989/90 – vom Erzählen über die letzten Jahre des Sozialismus bis zu den Geschichten über das Leben danach.

 

In Lesungen und Gesprächen diskutieren Herta Müller, Juri Andruchowytsch, Marcel Beyer, Kurt Drawert, Attila Bartis und weitere Autoren über die Wechselwirkungen von Zeitgeschichte und künstlerischer Auseinandersetzung 20 Jahre nach der Friedlichen Revolution in Europa. Begleitet werden die Veranstaltungen von der Retrospektive „Winter adé. Filmische Vorboten der Wende“, einem Hörspiel und einer Schreibwerkstatt für Jugendliche.

 

Veranstalter: Literaturbüro Freiburg und inter:est Kulturprojekte in Kooperation mit dem Kommunalen Kino Freiburg und dem SWR2. Gefördert u.a. durch die Bundesstiftung Aufarbeitung und den Deutschen Literaturfonds.

 

Fr 19.06 – So 21.06. | Detailliertes Programm: www.bitte-wenden.org

 




Donnerstag, 18. Juni 2009

 

hörBAR | PITCHER

 

Begleitprogramm zum Projekt »bitte wenden! 20 Jahre Mauerfall in der Literatur«

 

Autor und Regisseur: Walter Filz

Produktion: WDR 2000/ca. 50 Min.

Ein abgehalfterter Profi-Synchronsprecher soll und will seine Stimme aufpolieren, um wieder im Mediengeschäft mitmischen zu können. Dabei gerät er an einen Klangspezialisten und Sound-Designer, den sogenannten Pitcher. Der bietet im Erzgebirge mit einem Institut verkaufsfördernde Dienstleistungen für die im Osten gewendete neue Gesellschaft an. Aus dieser kuriosen Konstellation entwickelt sich ein skurriles Spiel. Walter Filz verwertet dabei Radio-Versatzstücke, O-Töne aus Reportagen, Reiseberichten und Interviews und kombiniert dieses authentische Material mit fiktiven Passagen. Daraus entsteht eine raffinierte Satire mit einer Mischung aus Krimi-Elementen und Anklängen an eine komische Nummern-Oper.

 

Walter Filz, geboren 1959, Redakteur für Literatur und Feature des Südwestrundfunks, lebt in Köln und macht Radio und Fernsehen. Für »Pitcher« erhielt er 2000 mit dem Hörspielpreis der Kriegsblinden die wichtigste Auszeichnung für dieses Genre in Deutschland.

 

In Anwesenheit des Regisseurs und in Kooperation mit dem SWR2 und dem Kommunalen Kino Freiburg.

 

Do 18.06. | 20.00 Uhr | Kinosaal im Alten Wiehrebahnhof | Urachstr. 40, 79102 Freiburg | Eintritt: 5,00/4,00 Euro |

 


Donnerstag, 25. Juni 2009

LITERARISCHES WERKSTATTGESPRÄCH

 

Im »Literarischen Werkstattgespräch« können Schreibende unveröffentlichte literarische Texte zur Diskussion stellen. Die Veranstaltung findet monatlich jeweils am letzten Donnerstag statt. Textbewerbungen bitte bis spätestens eine Woche vor dem Gespräch ans Literaturbüro schicken.

 

| Do 25.06. | 20.00 Uhr | Galerie im Alten Wiehrebahnhof, Urachstraße 40, 79102 Freiburg | Eintritt frei |


Freitag, 26. Juni 2009

JUGENDSCHREIBWERKSTATT

MIT ANNETT GRÖSCHNER

 

Begleitprogramm zum Projekt »Bitte Wenden! - 20 Jahre Mauerfall in der Literatur«

 

Werkstatt für Oberstufenschülerinnen und -schüler. Gemeinsam mit der Schriftstellerin Annett Gröschner werden eigene Texte zur »Wende« geschrieben und diskutiert. Annett Gröschner, geboren 1964 in Magdeburg, lebt in Berlin. Nach dem Roman »Moskauer Eis« erschien zuletzt »Parzelle Paradies. Berliner Geschichten« (2008). Anmeldung und weitere Informationen im Literaturbüro unter 0761 – 289989 oder info@literaturbuero-freiburg.de.

Eintritt frei.

 

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg in Kooperation mit dem Regierungspräsidium Freiburg.

 

Fr 26.06. | 9.00-12.30 Uhr und 14.00 – 18.00 Uhr | Literaturbüro Freiburg, 2. OG | Urachstraße 40, 79102 Freiburg | Eintritt frei |


Zusatzlesung mit Annett Gröschner

 

Im Rahmen des Festivals »bitte wenden! 20 Jahre Mauerfall in der Literatur«

 

Parzelle Paradies. Berliner Geschichten

 

Annett Gröschner schreibt Geschichten über ihre Wahlheimat Berlin, Geschichten über Kneipen, die verloren gehen wie Handschuhe, über die Neue Mitte und die Neuen Mütter, aber auch über die Schorfheide, wo Göring sein monströses Carinhall bauen ließ. Sie schreibt die Geschichten Berliner Unternehmen oder Institutionen wie die Schultheiss-Brauerei, die Weddinger Schminkefabrik Kryolan oder die Rollende Roadschau bei Rotaprint. Ihre Reportagen berichten über groß angelegte Theaterprojekte in Kleingärten, bittere Bilanzen von Bauspekulationen und Zwangsumsetzungen zu Sanierungszwecken. Und immer wieder verwandelt sie mitgeschnittene Momentaufnahmen in literarische Miniaturen. So ist ein kritisches und doch zärtliches Porträt einer Stadt entstanden, in dem Gröschner vor allem auch die zu Wort kommen lässt, die sonst keine Stimme haben. Damit entgeht sie der Berlin-Klischee-Falle, folgt weder dem blinden Hype noch dem blinden Hass, sondern zeigt Berlin in seiner ganzen provinziellen Größe.

 

Annett Gröschner wurde 1964 in Magdeburg geboren und lebt seit 1983 in Berlin. Nach dem Germanistik-Studium und einem Forschungsaufenthalt in Paris war sie Mitbegründerin der Frauenzeitschrift »Ypsilon« und arbeitete als Historikerin für das Prenzlauer Berg Museum. Daneben war sie an zahlreichen Forschungs-, Buch- und Ausstellungsprojekten beteiligt sowie Redakteurin und Herausgeberin der Zeitschriften »Sklaven« und »Sklavenaufstand«. Seit 1997 ist sie als freiberufliche Schriftstellerin und Journalistin tätig. Von 2005 bis 2008 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin des Sachbuchforschungsprojektes der Universität Hildesheim und der Humboldt-Universität Berlin. 2000 erschien ihr Roman »Moskauer Eis«, zuletzt »Parzelle Paradies. Berliner Geschichten« (2008) und »Verlorene Wege« (2009, zusammen mit Arwed Messmer).

 

Fr 26.06. | 20.00 Uhr | Galerie im Alten Wiehrebahnhof | Urachstraße 40, 79102 Freiburg | Eintritt 5,00/3,00 Euro


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