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Rückblick | April 2009


Freitag, 03. April 2009

Lesung mit Gerhard Falkner

Peter-Huchel-Preisträger 2009

 

»Es gibt immer nur zwei Fragen:

Warum steht dieses Wort hier und kein anderes

Und warum steht es hier und nicht woanders.«

Gerhard Falkner

 

Gerhard Falkners Lyrik räumt Platz ein für Fragen wie diese – und für mögliche Antworten. Am 3. April 2009 wird er in Staufen mit dem renommierten Peter-Huchel-Preis für deutschsprachige Lyrik ausgezeichnet. Am selben Abend liest er auf Einladung des Literaturbüros Freiburg im Alten Wiehrebahnhof aus seiner Novelle »Bruno« (2008) und aus dem preisgekrönten Gedichtband »Hölderlin Reparatur« (2008). Hier konfrontiert Falkner die moderne Sprechweise einer technisierten Welt mit der erhabenen Sprache der Dichtung und erschließt, so die Jury, »die Möglichkeit des sublimen Sprechens in einer Zeit beschädigter Sprachwelten«. In »Bruno« reist ein Schriftsteller in die Schweiz, um dem Bären Bruno zu begegnen – eine Suche, die von zahlreichen Fehlschlägen geprägt ist. Die Moderation übernimmt Dr. Bettina Schulte (Badische Zeitung).

 

Gerhard Falkner, geboren1951 in Schwabach, lebt in Weigendorf und Berlin und ist seit Mitte der 70er Jahre als Schriftsteller tätig. Falkner wurde bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet, zu seinen wichtigsten Werken zählen die Gedichtbände »wemut« (1989), »X-te Person Einzahl« (1996) und das Grundbuch »Endogene Gedichte« (2000).

 

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg in Zusammenarbeit mit dem SWR Studio Freiburg.

 

| Fr 03.04. | 20.00 Uhr | Galerie im Alten Wiehrebahnhof, Urachstraße 40, 79102 Freiburg | Eintritt 5,00/3,00 € |

 


Dienstag, 21. April 2009

Leibesübungen

Annette Pehnt und Antje Rávic Strubel über Sport und Literatur

 

Lesung & Podiumsdiskussion mit den Autorinnen, Prof. Dr. Gieß-Stüber (Freiburg) und Prof. Dr. Pfeiffer (PH Freiburg)

 

Sport und die Bedeutung des trainierten (Mannschafts-)Körpers gepaart mit der Angst zu versagen, ist in der zeitgenössischen Literatur immer wieder Thema: Für viele Autoren – von John von Düffel bis Saša Stanišić – haben Sportspiele eine zentrale, oft auch übergeordnete Bedeutung. Hingegen gibt es nur wenige Autorinnen, die über sportliche Wettkämpfe und Körperkulturen schreiben, obschon Sportlerinnen als gesellschaftliche Idole in vielen Sportarten selbstverständlich sind. Vor diesem Hintergrund laden wir Annette Pehnt und Antje Rávic Strubel nach Freiburg ein: Beide haben für das Fußball-Anthologieprojekt »Aus der Tiefe des Traumes« eine Sportgeschichte verfasst, und beide nähern sich dabei dem Thema über eine verstörende und gebrochene Sportidentität ihrer Figuren: Annette Pehnt schreibt über Hannes im Rollstuhl, der seinen Traum, Fußball zu spielen nicht verwirklichen kann. Antje Rávic Strubel rückt die Beziehung zwischen der sperrigen und unzugänglichen Fußballerin Gro und ihrer Trainerin in den Mittelpunkt. Nach einer Kurzlesung der beiden Texte sprechen die Sportwissenschaftlerin Petra Gieß-Stüber und der Germanist Joachim Pfeiffer mit den beiden Autorinnen.

 

Eine Veranstaltungskooperation von Literaturbüro Freiburg, jos fritz Buchhandlung und Zentrum für Anthropologie und Gender Studies der Universität Freiburg (ZAG) in der Reihe »Sportgeschlechter. Geschlechtersport«.

 

| Di 21.04. | 20.00 Uhr | Galerie im Alten Wiehrebahnhof | Urachstr. 40 | 79102 Freiburg |

 

 

 

Antje Rávic Strubel, geboren 1974 in Potsdam. Nach einer Buchhandelslehre studierte sie Amerikanistik und Literaturwissenschaften in Potsdam und New York. Sie lebt als freie Autorin in Berlin und Potsdam und wurde u.a. 2003 mit der Roswitha-von-Gandersheim-Medaille, 2005 mit dem Förderpreis zum Bremer Literaturpreis, 2007 mit dem Hermann Hesse Preis und dem Rheingau Literaturpreis ausgezeichnet. Werke u.a.:»Unter Schnee« (2001); »Fremd Gehen. Ein Nachtstück« (2002); »Tupolew 134« (2004); »Kältere Schichten der Luft« (2007); »Vom Dorf« (2007); »Gebrauchsanweisungen für Schweden« (2008)

 

Annette Pehnt, geboren 1967 in Köln, lebt als freie Schriftstellerin in Freiburg. Nach einem Studium der Anglistik, Keltologie und Germanistik in Köln, Galway, Berkeley und Freiburg promovierte sie 1997 über den Wahnsinn in der irischen Literatur. Sie führte Lehraufträge und Schreibwerkstätten an den Universitäten Freiburg und Trier durch. Für ihre literarischen Arbeiten erhielt sie u.a. das große Stipendium des Darmstädter Literaturfonds und 2007 den Kinderbuchpreis NRW. Werke u.a.: »Insel 34« (2003), »Der kleine Herr Jakobi« (2005); »Haus der Schildkröten« (2006); »Mobbing« (2007)

 

Prof. Dr. Petra Gieß-Stüber ist seit 2000 Leiterin des Arbeitsbereichs Sportpädagogik des Instituts für Sport und Sportwissenschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Sprecherin der Kommission Sportpädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft, Sprecherin der Kommission Geschlechterforschung in der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft.

 

Prof. Dr. Joachim Pfeiffer ist seit 1997 Professor für Neuere Deutsche Literatur und Literaturdidaktik an der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Außerdem ist er Projektleiter im Arbeitskreis Literatur und Psychoanalyse Freiburg, der sich mit den Grenzgebieten zwischen psychoanalytischer und literaturwissenschaftlicher Forschung beschäftigt.

 


Mittwoch, 22. April 2009

Freiburger Andruck 09|1

Das neue Buch von Christoph Meckel

 

»Kaschnitz und Meckel, grundverschieden, fast Antipoden, finden eine Art archimedischen Punkt, der für beide, jenseits aller ‚Persönlichkeitsgeräusche’, einen poetischen Kosmos bestimmt«. Badische Zeitung

 

Unter dem Titel »Freiburger Andruck« präsentiert ein Zusammenschluss von sechs Freiburger Literaturveranstaltern auf Initiative der Stadt Freiburg ausgewählte Neuerscheinungen Freiburger Autoren und Übersetzer. In der Auftaktveranstaltung liest der Freiburger Autor Christoph Meckel aus seinen Erinnerungen an Marie Luise Kaschnitz, die unter dem Titel »Wohl denen die gelebt« 2008 im Libelle Verlag erschienen. Die Moderation übernimmt Hartmut Buchholz von der Badischen Zeitung. Im Sommer und Herbst 2009 folgen weitere Lesungen mit der Übersetzerin Adelheid Zöfel und den Schriftstellern Martin Gülich und Ingeborg Gleichauf. Die moderierten Lesungen finden im Wechsel bei den jeweiligen Veranstaltungspartnern statt und bieten den Autoren eine Plattform, ihre Neuerscheinungen in Lesung und Gespräch einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

 

Eine Veranstaltung von: Kulturamt Freiburg, Literaturbüro Freiburg, Stadtbibliothek, Theater Freiburg, SWR Freiburg und Badische Zeitung.

 

| Mi 22.04. | 20.00 Uhr | Winterer-Foyer, Theater Freiburg, Bertoldstraße 46, 79098 Freiburg | Eintritt 7,00 / 5,00 €, Vorverkauf in der Stadtbibliothek Freiburg, Münsterplatz 17, Abendkasse Theater Freiburg |


Donnerstag, 23. April 2009

HörBAR | Sportchor

von Elfriede Jelinek

 

Fußball Medien Politik. Undenkbar, das eine käme ohne das andere aus. Als Kommentar zum Welt-Fußball lässt Elfriede Jelinek einen Sportchor auftreten, der alles ausplaudert. Was die Spieler nachts machen. Worüber sie reden dürfen. Warum sie ihren Körper zur Schau stellen. Welches Image sie wollen können. Die Presse ist immer dabei, man darf und soll ihr alles sagen. Über Bewegung und Stillstand, Krieg und Frieden. Doch die Unterschiede gehen ins Aus und verloren. Mit ihrem Sportchor schließt Elfriede Jelinek an ihr 1998 uraufgeführtes Sportstück an. Der Chor, der in der griechischen Tragödie am Rande des Spielfelds steht, rückt ins Rampenlicht, und die Kommentare zum Spiel verselbständigen sich: Gesellschaftsspiel, Geschlechterspiel, Kriegsspiel, Medienspiel, Fußballspiel.

 

BR 2006, Regie: Leonhard Koppelmann, mit Stefan Kaminski

 

Eine Veranstaltung von Literaturbüro Freiburg, SWR2, Kommunales Kino, in der Reihe »Geschlechtersport | Sportgeschlechter«, Zentrum für Anthropologie und Genderstudies der Universität Freiburg

 

Do 23.04. | 20.00 Uhr | Galerie im Alten Wiehrebahnhof | Urachstraße 40 | 79102 Freiburg | Eintritt: 5,00/4,00 €

 


Freitag, 24. April 2009

»JUGEND SCHREIBT«

 

Oberstufenschülerinnen und -schüler treffen sich regelmäßig zu halbtägigen Werkstatttreffen im Literaturbüro, um eigene Texte zu lesen und darüber zu diskutieren. Die Moderation übernehmen Bernd Jürgen Thiel und Martin Gülich. Anmeldung bitte im Literaturbüro unter 0761/289989 oder info@literaturbuero-freiburg.de. In Zusammenarbeit mit dem Kulturamt Freiburg, dem Markgräfler Gymnasium Müllheim und dem Regierungspräsidium Freiburg.

 

| Fr 24.04. | 15.30-18.00 Uhr | Literaturbüro Freiburg | Alter Wiehrebahnhof, 2. Stock | Urachstr. 40, 79102 Freiburg | Eintritt frei |


Donnerstag, 30. April 2009

LITERARISCHES WERKSTATTGESPRÄCH

 

Im »Literarischen Werkstattgespräch« können Schreibende unveröffentlichte literarische Texte zur Diskussion stellen. Die Veranstaltung findet monatlich jeweils am letzten Donnerstag statt. Textbewerbungen bitte bis spätestens eine Woche vor dem Gespräch ans Literaturbüro schicken.

 

| Do 30.04. | 20.00 Uhr | Galerie im Alten Wiehrebahnhof, Urachstraße 40, 79102 Freiburg | Eintritt frei |

 


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