RATSSPLITTER
Literaturhaus kommt
Einstimmig hat der Gemeinderat am Dienstag das Konzept für den Ausbau des Freiburger Literaturbüros zum Literaturhaus begrüßt und dafür bis zum kommenden Jahr 37 000 Euro bereitgestellt. Mit dem Geld soll die Teilzeitstelle der Literaturbüro-Leiterin Stefanie Stegmann aufgestockt und eine zusätzliche Stelle geschaffen werden. Eine Immobilie für das künftige Literaturhaus wurde noch nicht ausfindig gemacht. Ziel ist es unter anderem, Literatur mit aktuelle Fragen zu verbinden, Literatur zu vermitteln und kulturelle Bildungsarbeit zu leisten.
Innovative Kultur
Insgesamt 50 000 Euro hat der Gemeinderat für den neuen Innovationsfonds Kulturkonzept bereit gestellt. Mit dem Geld sollen in diesem und im nächsten Jahr herausragende und innovative Projekte gefördert werden: 28 000 Euro sollen in Kulturelle Bildung fließen, 12 000 in Interkulturelle Kunst und Kultur, 7000 Euro in Stadtteilkultur und 3000 Euro in historische Bildungsarbeit. Angenommen wurde der Antrag der Fraktion Junges Freiburg/ Die Grünen, wonach der Gemeinderat die Fachjury für den Fonds "Kulturelle Bildung" besetzen wird.
CDU korrigierte mit
Die CDU hat zwar den interfraktionellen Antrag von Grünen, SPD und Unabhängigen Listen kritisiert, am Kompromiss für die Bebauung des Brielmann-Geländes im Nachhinein noch etwas zu ändern. Gleichwohl haben die Christdemokraten, anders als gestern gemeldet, einer Korrektur am Bebauungsplan für die "West-Arkaden" zugestimmt: dass nämlich die Flächen für Schreibwarenbedarf von 150 auf 50 Quadratmeter reduziert werden. Damit soll einem Schreibwarenladen in der Nachbarschaft die Chance zum Überleben eröffnet werden.
Sauberes Ende
Der Bebauungsplan für ein Hotel auf dem Schlossberg ist beschlossene Sache. Bei acht Gegenstimmen führte der Gemeinderat das Verfahren "sauber zu Ende", wie SPD-Stadtrat Thomas Oertel formulierte. Und das, obwohl die Familie Dattler, die ihr Restaurant um das Hotel erweitern will, inzwischen das Projekt auf Eis gelegt hat, weil es zu teuer zu werden droht. Ungehört blieb Paul Bert (Unabhängige Listen), der ein "Nein" gefordert hatte "im Interesse der Landschaft und der Familie Dattler". Seine Fraktion, aber auch Grünen-Stadtrat Helmut Thoma votierten dagegen.
Von hsp 
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