
SPRECHEN ÜBER SPRACHE
Beate Thill über Jean-Marie Gustave Le Clézio
Der Literaturnobelpreis 2008: Jüngst wurde er dem französischen Schriftsteller Jean-Marie Gustave Le Clézio verliehen. Und sein jüngstes Buch wiederum, Raga - Besuch auf einem unsichtbaren Kontinent, hat die Freiburger Übersetzerin Beate Thill ins Deutsche übertragen. Auf der Grundlage dieses literarischen Reiseberichts über Ozeanien wird sie Autor und Werk vorstellen und auf die besonderen Herausforderungen in der Übersetzung eingehen. Dazu werden Textauszüge des Autors zweisprachig, auf französisch und auf deutsch, rezitiert.
Mit dem Roman »Désert« (dt. »Wüste«) erzielte Le Clézio 1980 seinen Durchbruch. Als »Erforscher einer Menschlichkeit außerhalb und unterhalb der herrschenden Zivilisation« beschrieb ihn die Schwedische Akademie in ihrer Begründung. Geboren wurde Le Clézio am 13. April 1940 als Sohn einer Französin und eines britischen Mediziners in Nizza. Mehrere Jahre seiner Kindheit verbrachte er in Nigeria. Nach dem Studium der Philosophie und Literatur lehrte er in Thailand und Mexiko und arbeitete als Lektor in Großbritannien und Frankreich – widmete sich jedoch bald ausschließlich dem eigenen Schreiben.
Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg und des Centre Culturel Français Freiburg.
| Di 10.02. | 20.00 Uhr | Galerie im Alten Wiehrebahnhof | Urachstr. 40, 79102 Freiburg | Eintritt 5,00/3,00 Euro | 
»JUGEND SCHREIBT«
Oberstufenschülerinnen und -schüler treffen sich regelmäßig zu halbtägigen Werkstatttreffen im Literaturbüro, um eigene Texte zu lesen und darüber zu diskutieren. Die Moderation übernehmen Bernd Jürgen Thiel und Martin Gülich. Anmeldung bitte im Literaturbüro unter 0761/289989 oder info@literaturbuero-freiburg.de. In Zusammenarbeit mit dem Kulturamt Freiburg, dem Markgräfler Gymnasium Müllheim und dem Regierungspräsidium Freiburg.
| Fr 13.02. | 15.30-18.00 Uhr | Literaturbüro Freiburg | Alter Wiehrebahnhof, 2. Stock | Urachstr. 40, 79102 Freiburg | Eintritt frei | 
MENSCH ENGEL | Gunter Geltinger liest
Als ein »vollkommen uncooles Buch« beschreibt der Autor Gunter Geltinger sein Debüt MENSCH ENGEL. Im Mittelpunkt der homosexuellen Initiationsgeschichte steht der junge Leonard Engel, der in die Welt zieht, auf der Suche nach Sinn und Liebe. Ein »zweiter« Leonard Engel, an Jahren gereift, kommentiert rückblickend seine Erlebnisse und spielt mögliche Handlungsverläufe durch, um sie dann wieder zu verwerfen. Die Sprache des jungen Engel ist überbordend und bildhaft, der reifere Engel wiederum reflektiert den pastosen jugendlichen Anstrich kritisch. Der Text ist ein leidenschaftliches Selbstportrait eines Mannes, der seine Wahrheit sucht und dabei ganz nebenbei erzählt, warum das Leben eigentlich nicht zu bestehen ist.
Gunther Geltinger wurde 1974 in Erlenbach am Main geboren und studierte in Wien Drehbuch und Dramaturgie sowie an der Kunsthochschule für Medien in Köln.
Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg und der Buchhandlung Jos Fritz.
| Mo 16.02.| 20:00 Uhr | Galerie im Alten Wiehrebahnhof - Haus für Film und Literatur | Urachstr. 40, 79102 Freiburg | Eintritt 5,00/3,00 Euro | 
HÖRBAR | DIE AMNESIE DER OZEANE
Hörspiel von Stephan Krass
Die Geschichte des Rap ist so alt wie die Rhapsodie. Schon die antiken Wandersänger, die mit Homers Versepen unterwegs waren, folgten in ihren Gesängen einem ähnlichen Regelkanon. Im großen Netz erscheint die Lesbarkeit der Welt als patchwork verschiedener Texturen. In die Fäden, die Rhapsodie und Rap verknüpfen, sind zugleich auch alle Buchstaben verwickelt, die von Alpha (wie in Amnesie) bis zu Omega (wie in Ozean) das Schöpfungs-Alphabet umspannen.
Regie: Ulrich Lampen | Musik: Ulrike Haage | Vorpremiere |SWR 2009
| Do 19.02. | 20.00 Uhr | Kinosaal im Alten Wiehrebahnhof - Haus für Film und Literatur | Urachstr. 40, 79102 Freiburg | Eintritt 5,00/4,00 Euro | 

WECHSELSTROM. Frauen im mittel- und osteuropäischen Literaturbetrieb
Nach den zwei Wechselstrom-Projekten 2007 und 2008 fließen die Ströme 2009 in Berlin weiter: Das Symposium »WECHSELSTЯOM. Frauen im mittel- und osteuropäischen Literaturbetrieb« diskutiert vom 19.-22. Februar 2009 die Entwicklungen von den 1980er Jahren bis zur Gegenwart. Der große Anteil an Frauen am Aufbau der Kultur- und Literaturszenen und an der Prägung neuer kultureller Diskurse wird in der Öffentlichkeit bisher nur unzureichend wahrgenommen. Daher möchte das Symposium Frauen im mittel- und osteuropäischen Literaturbetrieb untereinander vernetzen und Sie mit Akteurinnen aus dem deutschen Literaturbetrieb zusammenbringen. Schwerpunkte bilden. Eingeladen sind »Wegbereiterinnen des Aufbruchs«, etablierte Schriftstellerinnen, Lektorinnen, Leiterinnen von Buchmessen und Kultur- und Literaturzentren. Aufgeteilt in die Panels Kartographieren – Reflektieren – Dynamisieren – Intensivieren zielen die Gespräche und Lesungen darauf ab, die Bedeutung der Frauen im Literaturbetrieb nicht nur zu bilanzieren, sondern perspektivisch zu diskutieren und »elektrisierende Wechselströme« zu initiieren.
Das Projekt wird gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds, in Kooperation mit dem Literarischen Colloquium Berlin, der Stiftung Brandenburger Tor und dem Literaturbüro Freiburg. Idee und Durchführung: Kateryna Stetsevych, Katarina Tojic und Stefanie Stegmann.
Projektsite: www.wechselstrom-tagung.de 
LITERARISCHES WERKSTATTGESPRÄCH
Im »Literarischen Werkstattgespräch« können Schreibende unveröffentlichte literarische Texte zur Diskussion stellen. Die Veranstaltung findet monatlich jeweils am letzten Donnerstag statt. Textbewerbungen bitte bis spätestens eine Woche vor dem Gespräch ans Literaturbüro schicken.
| Do 26.02. | 20.00 Uhr | Galerie im Alten Wiehrebahnhof, Urachstraße 40, 79102 Freiburg | Eintritt frei |

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