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Rückblick | Juni 2008


Mittwoch, 04. Juni 2008

DOPPELZIMMER | MIT ULRICH PELTZER & DIETMAR KAMMERER

 

Im Doppelzimmer, dem neuen Veranstaltungsformat von Literaturbüro Freiburg und Buchhandlung Schwarz, treffen sich zeitgenössische Literatur und aktuelle Themen aus Kultur und Gesellschaft.

Bei »Ulrich Peltzer setzt die wirklich aufregende Literatur der Gegenwart ein«, so die Frankfurter Rundschau. »Teil der Lösung«, Titel des jüngsten Romans von Ulrich Peltzer, spielt in Berlin, am Potsdamer Platz, dem hybridesten und elektronisch kontrolliertesten Platz Berlins. Peltzer beobachtet neue politische Bewegungen in einer Grammatik der Überwachung. Von Dieter Kammerer, Kulturwissenschaftler und Journalist, erscheint in Kürze die Studie »Bilder der Überwachung«, eine Arbeit über Überwachung und ihre visuellen Repräsentationen. Christian Rath, Jurist und Journalist der Badischen Zeitung, spricht mit den beiden Gästen über neue Formen instrumentalisierter Angst in Fiktion und Realität.

 

Mit freundlicher Unterstützung von Sparkasse Freiburg, Landesbank Baden-Württemberg und Hotel Oberkirch.

 

| Mi 04.06. | 20.00 Uhr | AUSSER HAUS: Landgericht Freiburg , Salzstr. 17, 79098 Freiburg | Eintritt: 8,00/6,00 Euro |

 


Freitag, 13. Juni 2008

HörBAR Spezial | Wagner-Nacht

 

Das Theater Freiburg führt den »Ring der Nibelungen« auf, dazu soll in einem Hör-Invent Wagners Idee des Gesamtkunstwerks in den Räumlichkeiten des Alten Wiehrebahnhofs erfahrbar werden. Werk und Wirkung des Komponisten, mit seiner nachhaltigen, auch problematischen Aura, werden in verschiedenen Aufführungen spielerisch beleuchtet und zum Teil verfremdet wieder aufgenommen. Ein Abend nicht nur für „Wagnerianer“.

 

FOYER | Fernseher mit Kluge-Produktion »5 Stunden Parsifal in 90 Sekunden von Einar Schleef« als Endlosschleife

 

GALERIE | Hörspiel »Vierzehn Versuche, Wagner lieben zu lernen« von Mike Svoboda, mit Wolfgang Fernow, Scott Roller und Michael Kiedaisch

 

KINOSAAL | Stummfilm »Richard Wagner« von Carl Frölich| 1913 | 74 min |

Das Ensemble Freudenberger/Hoenig/Wegner spielt als live-Soundtrack einen Remix von Wagners Musik.

 

KINOSAAL | Film »Winifred Wagner und die Geschichte des Hauses Wahnfried 1917-1975« von Hans Jürgen Syberberg | Interview mit Winifred Wagner | 1975 | 302 min |

 

Eine Veranstaltung des Literaturbüros, des Kommunalen Kinos und des SWR 2 in Kooperation mit dem Theater Freiburg

 

| Fr 13.06. | 20.00 Uhr | Alter Wiehrebahnhof, Foyer, Kinosaal, Galerie | Eintritt 8,00/6,00 Euro |

 


Dienstag, 17. Juni 2008

NEUE REIHE | »ABENTEURER UND ENTDECKER«

 

Ilija Trojanows Roman »Der Weltensammler« schildert aus mehreren Perspektiven auf fesselnde Weise das ungewöhnliche Leben Sir Richard Burtons. Dieser bereiste Ende des 18. Jahrhunderts im Auftrag der Englischen Kolonialmacht Indien, Arabien und Afrika. Burton wurde jedoch vor allem durch seine Sehnsucht, das Fremde kennen zu lernen und in ihm aufzugehen, zu seinen schwierigen Expeditionen geleitet. Um diese Sehnsucht geht es auch in den spirituellen Texten des Autors, die unter dem Titel »Sehnsucht – Mach dich auf den Weg« in der Reihe »Bibliothek der Spiritualität« im Herder Verlag erschienen sind und die Ilija Trojanow an diesem Abend vorstellen wird. Ilija Trojanow, geboren 1965 in Bukarest, ist aufgewachsen in Kenia, hat in Deutschland studiert und viele Jahre hier gelebt. 1999 zog er nach Bombay, seit 2003 lebt er in Kapstadt. Sein Welterfolg »Der Weltensammler« wurde u.a. mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2006 ausgezeichnet.

 

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg, des Deutschen Seminars der Universität Freiburg und des Kulturamts Freiburg, in Zusammenarbeit mit dem Herder-Verlag.

 

|Di 17.06. | 20.00 Uhr | AUSSER HAUS: Katholische Akademie, Wintererstraße 1, 79104 Freiburg |

 


Donnerstag, 19. Juni 2008

HörBAR | »Hungerengel«

 

Über einen Gemeinschaftsroman von Oskar Pastior und Herta Müller von Ulrike Janssen und Norbert Wehr | WDR 2007

 

Anfang 1945 begannen in Rumänien die von der Sowjetunion angeordneten Deportationen der deutschen Minderheiten: 80.000 Rumänien-Deutsche wurden in die Kohlegebiete zwischen Dnjepropetrowsk und Donezk deportiert, um unter extremen Bedingungen Zwangsarbeit zu leisten.

Die im Banat geborene Schriftstellerin Herta Müller begann 2001 mit Recherchen für einen Roman über diese Deportationen, unter denen auch ihre Mutter war mit dem Ergebnis, dass nahezu niemand eine Sprache für das Erlebte fand. Der Schriftsteller Oskar Pastior war hingegen bereit und in der Lage, Auskunft zu geben. Er war ebenfalls deportiert worden und hatte fünf Jahre in Lagern verbracht. Müller und Pastior trafen sich von da an regelmäßig, um gemeinsam das Thema zu bearbeiten.

Ulrike Janssen und Norbert Wehr porträtieren dieses außergewöhnliche »Romanprojekt«, an dem Herta Müller auch nach Oskar Pastiors plötzlichem Tod weiterarbeitet. Ulrike Janssen moderierte die Poetik-Reihe »Schreibfiguren«. Die Hörfunk-Autorin und -Regisseurin lebt in Köln. Norbert Wehr lebt in Köln und Essen. Er ist Herausgeber der Literaturzeitschrift »Schreibheft« und Hörfunkautor.

 

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg, des Kommunalen Kinos und des SWR2.

 

| Do 19.06. | 20.00 Uhr | Alter Wiehrebahnhof | Eintritt 5,00/4,00 Euro |

 


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