
»ALLE DEINE NAMEN«
Raphael Urweider stellt seinen neuen Lyrikband vor - ein Alphabet der Liebe
»Preisende Worte wären zu finden für die Energie der Sätze, den hymnischen Rhythmus, die genaue Wortwahl und immer wieder den Bildzauber«, so die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG über Raphael Urweider, einer der wichtigsten Lyriker der jüngeren Generation. Geboren 1974 in Bern, arbeitet er als künstlerischer Leiter am Schlachthaus Theater in Bern und übersetzt zudem Gedichte und Theaterstücke aus dem Englischen. Für seine Lyrik »Lichter in Menlo Park« (2000) und »Das Gegenteil von Fleisch« (2003) wurde er u.a. ausgezeichnet mit dem Leonce-und-Lena-Preis 1999 und dem Clemens-Brentano-Preis 2004. In seinem neuen Band »Alle deine Namen« buchstabiert Urweider das Alphabet in 26 Liebesgedichten noch einmal neu.
So 02.03.08 11.00 | Galerie im Alten Wiehrebahnhof | Urachstraße 40, 79102 Freiburg | Eintritt 5,00/3,00 Euro 
ALEXIS SORBAS | Literatur- und Kinolegende | Vortrag und Film
Die Kinolegende »Alexis Sorbas« reicht bis ins Jahr 1917 zurück, in dem der griechische Schriftsteller Nikos Kazantzakis eine Kohlemine in Mani erbt und den mazedonischen Bergarbeiter Georgius Sorbas kennenlernt. Er wird für den Intellektuellen zur Verkörperung der »griechischen Seele«, die er Jahrzehnte später mit seinem Roman »Alexis Sorbas« in die Geschichte einschreibt. Anfang der 60er Jahre verfilmt der griechische Regisseur Michael Cacoyannis den Roman mit Anthony Quinn und Simone Signoret. Sein »Alexis Sorbas« wird zu einem der größten Erfolge der Kinogeschichte. Theodorakis' Filmmusik erhält einen Oskar, zwei weitere gehen an Lila Kedrowa als bester Nebendarstellerin und an den Kameramann Walter Lasally.
Theodora Chrysostomou und Ines Marberg führen mit einem Kurzvortrag über den Schriftsteller Kazantzakis, der 1957 in Freiburg im Breisgau starb, sowie über die literarische Vorlage und die filmische Umsetzung in den Abend ein. Theodora Chrysostomou, Dozentin und Doktorandin am Seminar für Klassische Philologie der Universität Freiburg, studierte zuvor Neugriechische Literatur und Klassische Philologie an der Universität Zypern. Ines Marberg studierte Geographie, Germanistik und Physik an der Universität Freiburg.
Eine Veranstaltung von: Kommunales Kino, Literaturbüro Freiburg und Kulturamt der Stadt Freiburg
FR 07.03. 20.00 | Kinosaal, Film + Vortrag | Eintritt 7,00/5,00 | 
AUTORINNEN-LESUNGEN IN DER INTERNATIONALEN FRAUENWOCHE
»LICHTERKETTEN«
Anlässlich der Internationalen Frauenwoche stellen die Unabhängigen Frauen Freiburg und das Literaturbüro Freiburg nun schon zum vierten Mal drei literarische Stimmen aus Freiburg und der Region vor; in diesem Jahr lesen Hilke Kuhlmann, Anne Andresen und Heide Jahnke aus ihren Texten. Anne Andresen hat Literatur- und Sprachwissenschaft studiert und arbeitet für das freie Radio. Sie schreibt überwiegend Erzählungen und arbeitet gegenwärtig an einer Kindheitsgeschichte. Heide Jahnke lebt in Unteribental, hat bereits zahlreiche Gedichte in Anthologien veröffentlicht und schreibt für Zeitschriften und Zeitungen. 2007 erschien ihr erster Roman »Lauf, Jäger, lauf« (Drey-Verlag). Hilke Kuhlmann forschte nach ihrem Studium der Anglistik und Geschichte über alternative Lebensgemeinschaften in den USA. Derzeit arbeitet sie als Englischlehrerin und an ihrem ersten Roman.
Eine Veranstaltung der Unabhängigen Frauen Freiburg und des Literaturbüros Freiburg.
Mo 10.03. 18.00: Hilke Kuhlmann | Di 11.03. 18.00: Anne Andresen | Mi 12.03. 18.00: Heide Jahnke | Galerie | Eintritt frei |

HÖRBAR
Der Mond von Goree | Schwarze Musik und die Geschichte der Sklaverei in Südamerika
Sklavenhandel bestimmte Jahrhunderte lang das Schicksal von Millionen Afrikanern. Verschifft in die USA, die Karibik und Lateinamerika ist ihre Geschichte nur in Ansätzen bekannt, insbesondere in Brasilien, das im Fokus dieser HörBAR steht.
Der ehemals wichtigste Sklavenhafen Brasiliens, Salvador da Bahia, ist heute der Ort aus dem Maria Bethania, Caetano Veloso und Gilberto Gil, sowie Bands wie Ilyé Ayé, Olodum oder Carlinhos Brown stammen – allesamt renommierte Vertreter der Música Popular Brasileira. Die Brasilianer bezeichnen die Música Popular auch gerne als nossa música, »unsere Musik«, da sie eng mit dem kulturellen und nationalen Selbstverständnis verbunden ist. In ihren ebenso kämpferischen wie poetischen Liedern spüren die Musiker den Geschichte(n) der Sklaverei nach. Sie suchen die Nähe zu Afrikas Traditionen und experimentieren mit Jazz, Rock, Reggae ebenso wie mit den traditionellen Gesängen des Candomblé – einer Religion, die durch die Sklaven aus dem westafrikanischen Benin ihren Weg nach Brasilien fand.
Margrit Klingler-Clavijo, Journalistin und Übersetzerin, hat sich auf Spurensuche begeben und wird anhand von ausgewählten Musikbeispielen die Aufarbeitung der lang verdrängten Geschichte der Sklaverei in Brasilien vorstellen und kommentieren.
Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg, des Kommunalen Kinos und des SWR2.
| Do 13.03. 20.00 | Kinosaal | Eintritt 5,00/4,00 Euro | 
»WECHSELSTROM« AUF DER LEIPZIGER BUCHMESSE
Mit der Literaturtournee »Wechselstrom« präsentierte das Literaturbüro Freiburg im letzten Herbst junge Literatur von Frauen aus Mittel- und Osteuropa. Auf Einladung der Bundeszentrale für Politische Bildung erzählen zwei der Teilnehmerinnen, die ungarische Schriftstellerin Noémi Kiss und die Literaturvermittlerin und Übersetzerin Katharina Narbutovic auf der Leipziger Buchmesse von ihren Erfahrungen und diskutieren mit Katharina Raabe (Suhrkamp Verlag) über die Rezeption und Vermittlung von Literatur in einem zusammen wachsenden Europa. Noémi Kiss wird zudem einen kurzen Auszug aus ihrer Prosa vorstellen, gelesen von Steffi Böttger.
| Fr 14.03. 12.00 | Forum International, Halle 4, Stand B502 | Leipziger Buchmesse 
AUSSTELLUNG + LESUNG
TRIPP & TRIPP – Bilder über 40 Jahre hinweg
Franz Josef Tripp und Jan Peter Tripp
JIM KNOPF und LUKAS DER LOKOMOTIVFÜHRER von Michael Ende sowie DER RÄUBER HOTZENPLOTZ von Ottried Preußler zählen zu den meist gelesenen Kinderbüchern unserer Zeit. Wie die Texte, so sind auch die Illustrationen von Franz Josef Tripp längst zu Klassikern geworden.
Vom 14.03. - 25.04.08 ist im Alten Wiehrebahnhof, im Haus für Film und Literatur in Freiburg eine Auswahl dieser Bilder zu sehen. Auf Initiative des Literaturbüros Freiburg und des Kommunalen Kinos Freiburg konnte die Wanderausstellung »Tripp & Tripp«, mit Originalzeichnungen des Journalisten, Schriftstellers und Buchillustrators Franz Josef Tripp (1915-1978) sowie künstlerischen Auseinandersetzungen seines Sohnes Jan Peter Tripp auch nach Freiburg geholt werden. Die großformatigen Kohlezeichnungen von Jan Peter Tripp sind eine Hommage an die ebenso einfühlsam wie humorvoll gezeichneten Figuren des Vaters, die bis heute Kinder wie Erwachsene gleichermaßen faszinieren.
Zur Eröffnung der Ausstellung liest Jan Peter Tripp seinen Text »Querfeldein – auf der Suche nach Jupp«, erschienen im Verlag Ulrich Keicher. Das Kommunale Kino begeleitet die Ausstellung filmisch.
Vernissage + Lesung mit Jan Peter Tripp am 14.03. 19.00 | Galerie | Eintritt frei 
LITERARISCHES WERKSTATTGESPRÄCH
Im »Literarische Werkstattgespräch« können Schreibende unveröffentlichte literarische Texte zur Diskussion stellen. Die Veranstaltung findet alle zwei Monate jeweils am letzten Donnerstag statt. Textbewerbungen bitte bis spätestens eine Woche vor dem Gespräch ans Literaturbüro schicken.
| Do 27.03. 20.00 | Galerie | Eintritt frei | 
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