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Badische Zeitung vom Samstag, 8. März 2008

 

Schreibende Frauen sichtbar machen

 

DREI FRAGEN AN: Heide Pasquay über die Autorinnenlesungen der "Unabhängigen Frauen"

 

 

Alle Jahre wieder rund um den Internationalen Frauentag laden die "Unabhängigen Frauen" mit dem Literaturbüro Autorinnen zu einer Lesungsreihe ein — jetzt zum vierten Mal. Anja Bochtler hat mit Heide Pasquay, 70, über diese bewährte Verbindung gesprochen. Heide Pasquay war Rechtsanwältin und ist eine der "Unabhängigen Frauen" .

 

BZ: Warum passen Literatur und Internationaler Frauentag gut zusammen?

 

Pasquay: Wir unabhängigen Frauen organisieren zum Frauentag immer eine politische und eine kulturelle Veranstaltung. Weil wir selbst gern lesen, liegen beim kulturellen Teil Lesungen nahe, umso mehr, weil wir damit einen Aspekt vom Frauenalltag in Freiburg sichtbar machen: Das Leben von schreibenden Frauen.

 

BZ: Was lesen Sie selbst am liebsten?

 

Pasquay: Zuletzt habe ich Alice Munroe gelesen, die mag ich sehr, sehr gern. Am liebsten sind mir Bücher, die von Frauen geschrieben wurden. So wie von unseren drei Autorinnen. Bei denen hat mich übrigens überrascht, dass bei allen dreien in den Texten, die sie lesen werden, die Hauptfiguren Männer sind.

 

BZ: Ihre Autorinnen sind aus verschiedenen Generationen: War das Absicht?

 

Pasquay: Die Auswahl war diesmal zufällig, über Kontakte. Es ist keine ganz junge Autorin dabei, Hilke Kuhlmann ist Ende 30, Anne Andresen Ende 40, beide haben noch nichts in einem Verlag veröffentlicht. Heide Jahnke ist in meinem Alter, von ihr sind zahlreiche Gedichte in Anthologien und 2007 ihr erster Roman "Lauf Jäger, lauf" erschienen.

 

Montag, 10. März, Hilke Kuhlmann; Dienstag, 11. März, Anne Andresen; Mittwoch, 12. März , Heide Jahnke ; 18 Uhr, Alter Wiehrebahnhof, Urachstraße 40. Eintritt frei.

 

 


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