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Rückblick: Veranstaltungen im November 2007


Freitag, 09. November 2007

IM RAHMEN DES 21. LITERATURGESPRÄCHS FREIBURG

»JUGEND SCHREIBT« // ZU GAST IN DER TEXTWERKSTATT: SAŠA STANIŠIĆ


Oberstufenschülerinnen und -schüler treffen sich regelmäßig zu halbtägigen Werkstatttreffen im Literaturbüro, um eigene Texte zu lesen und darüber zu diskutieren. In der Werkstatt im November wird der Schriftsteller Saša Stanišić zu Gast sein und den Jugendlichen für ein Gespräch zur Verfügung stehen. Geboren 1978 in Visegrad in Bosnien-Herzegowina, kam Saša Stanišić als 14-Jähriger auf der Flucht vor dem jugoslawischen Bürgerkrieg nach Deutschland. Er studierte in Heidelberg und am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig, erhielt schon mehrere Preise und Stipendien und veröffentlichte 2006 seinen Debütroman »Wie der Soldat das Grammofon repariert«. Die Moderation übernehmen Bernd Jürgen Thiel und Stefanie Stegmann. Anmeldung bitte im Literaturbüro unter 0761/289989 oder info@literaturbuero-freiburg.de.

 

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Stadt Freiburg, dem Markgräfler Gymnasium Müllheim und dem Regierungspräsidium Freiburg.

 

| Fr 09.11. 15.30-18.00 | Haus für Film und Literatur, Urachstr. 40 | Eintritt frei |


Sonntag, 11. November 2007

IM RAHMEN DES 21. LITERATURGESPRÄCHS FREIBURG

»NOMADEN DER SCHRIFT«


Ob als Lesereisende, »Writer in Residence« oder als Rechercheure, ob aus ökonomischen oder politischen Zwängen oder aus einer selbstgewählten Lebenshaltung heraus, ob aus Obsession oder Langeweile, Schriftsteller führen häufig das Leben eines Nomaden. Welche sprachlichen und kulturellen Spuren, jenseits von typischen Reisejournalen und verschriftlichten »Kulturschock-Erlebnissen«, haben jenen wechselnden Welten in den Werken der Autoren hinterlassen? Wo und wie wird die biografische Diskontinuität in den Texten sichtbar? Und wie verhält es sich mit Autoren, die sich in ihrem Schreiben und Leben über lange Strecken auf einen Ort konzentrieren? Auf dem Podium treffen sich Peter Kurzeck, der in den Romanen seiner 1991 begonnenen, poetisch-autobiographischen Chronik seinen literarischen Fokus auf einen Stadtteil in Frankfurt lenkt, Antje Ravic Strubel, die in ihrer Geburtsstadt Potsdam lebt und als Bühnenbeleuchterin eine Zeitlang in New York verbrachte, sowie Ilija Trojanow, geboren in Sofia, aufgewachsen in Nairobi, Studium in Deutschland, Kosmopolit und literarischer »Weltensammler«. Die Moderation übernimmt Julia Schröder von der Stuttgarter Zeitung.

 

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Stadt Freiburg und dem SWR Studio Freiburg.

 

| So 11.11. 11.00 | Schlossbergsaal des SWR Studio Freiburg | Kartäuserstraße 45


Donnerstag, 15. November 2007

HÖRBAR

"Enigma Emmy Göring" von Werner Fritsch

Hörspiel des Jahres 2006


»'Enigma Emmy Göring' ist der Versuch, zwei Phänomene des vergangenen Jahrhunderts, die Masseneuphorie und Massenhysterie hervorgerufen haben, auf spielerische Weise ineinanderzuspiegeln: Dass diese Wirkungen - zum Glück! - die denkbar konträrsten sind, ist der Stein, aus dem die komischen, aber auch die abgründigen Funken der Inszenierung geschlagen werden, die gerade dadurch im Idealfall Erkenntnis zulassen. Insgesamt die Umkehrung all der Texte, die ich geschrieben habe, um Sprachlosen Stimme und vom Vergessen bedrohter Erinnerung Raum zu geben, ist dies Satyrspiel eine Parodie auf die sich allgemach immer breiter machende, immer unkritischere Nazi-Nostalgie, mit der sich die Medien hohe Einschaltquoten erheischen.« (Werner Fritsch)

 

Grenzenlose Naivität, skrupelloser Eigennutz, Selbstgefälligkeit und die Fähigkeit, das nicht ins heimelige Welt- und Selbstbild Passende ganz selbstverständlich auszublenden - Werner Fritsch entwirft einen Charakter, der nicht nur Hermann Görings Frau zu einer willigen und deshalb gefährlichen Ignorantin machte. So schrecklich und furchterregend dies klingt, so beißend, amüsant und entlarvend ist Werner Fritschs Monolog der Emmy Göring, die aus der Puderdose plaudert und die ganze Spießigkeit, die verbrämte Tugendhaftigkeit der Nazi-Elite zur Schau stellt.

Ein Spiel, reich an Material, an Sprachfärbungen, Geräuschminiaturen, musikalischen Versatzstücken, Zeitgeschichte und Geschichtchen, ein absurdes Hörstück über Schein und Sein, das uns das Schaudern lehrt. Ein "Satyrspiel" mit Irm Herrmann als Emmy Göring.

 

In Kooperation mit dem Kommunalen Kino Freiburg und dem SWR 2.

 

| Do 15.11. 20.00 | Café im Haus für Film und Literatur, Urachstr. 40 | Eintritt 5,00/4,00 Euro |


Sonntag, 18. November 2007

MATINÉE

»KONTAKTAUFNAHME« | Eva-Maria Berg und Anja Kniebühler


Der Titel »Kontaktaufnahme« ist Programm: Er steht für eine Lyriksammlung von Eva Maria Berg und Zeichnungen von Anja Kniebühler. Der Sprache der Freiburger Lyrikerin wohnt eine Bildkraft inne, die Anja Kniebühler, Malerin und freie Graphikerin, inspiriert hat, die Gedichte mit feinen, für sich stehenden Zeichnungen zu illustrieren. Entstanden ist eine liebevolle Produktion des Drey-Verlags, der Text und Bild im Postkartenformat auf Transparentpapier und Karton hat drucken lassen. Die Zeichnungen sind nun im Kulturwerk T66 zu sehen. Eva-Maria Berg liest zur Ausstellung der Bilder aus ihren Texten. In diesen verdichtet sie Alltägliches und Existenzielles in kleinen lyrischen Szenen und Bildern. Der »Kontaktaufnahme« mit der bildenden Kunst, mit der Zeichnung, wünscht man noch viele Fortsetzungen.

 

| So 18.11. 11.00 | Kulturwerk T66, Talstraße 66 | Eintritt frei

 

Eine Veranstaltung von Literaturbüro Freiburg und Kulturwerk 66.


Mittwoch, 21. November 2007

FÖN - TEXTE AN MUSIK


Heute schon gefönt? Fön sind die Schriftsteller Michael Ebmeyer, Tilman Rammstedt und Florian Werner und der Songschreiber Bruno Franceschini. Zusammen machen sie Texte an Musik. Lyrik, kurze Prosa, Dialoge. Kompakt und komisch. Manchmal wird gesungen, meist gesprochen. Und alles ist betörend eingebettet in Arrangements zwischen Pop, Chanson und Jazz, an Klavier, Gitarren, Bratsche, Trompete und einem selbst gebauten Schlagzeug. Bei Fön finden Literatur und Musik zueinander und mögen sich dann auch so richtig. "Zusammen machen sie auf der Bühne eine verdammt gute Frisur," schreibt die Presse. Wir empfehlen dem Publikum: Haargel zu Hause lassen!

 

 

Eine Veranstaltung von Literaturbüro Freiburg, Jugendmagazin e-fact im Jugendbildungswerk Freiburg und Kulturamt der Stadt Freiburg.

 

| Mi 21.11. 19.30 | Haus der Jugend, Uhlandstraße 2, 79102 Freiburg | Eintritt 2,00 Euro


Freitag, 23. November 2007

»DRAMAQUEEN«

Text- und Schreibwerkstatt für Jugendliche ab 15 Jahren


»Nun mach doch nicht immer gleich so ein Drama!« Diesen Satz kennt wohl jede und jeder von uns. Aber wie entsteht eigentlich ein Drama? Wie kommen die großen Gefühle und Themen der Welt vom Alltag auf die Bühne? Wie schreibt man gute Dialoge, wie entwickeln sich Theaterszenen? Mit diesen Fragen wollen wir uns in der Schreibwerkstatt am Freitag, den 23. November 2007 einen Tag lang beschäftigen. Teilnehmen können alle Schülerinnen und Schüler, die Lust auf Dramen haben, ohne dass sie dabei fertige »Dramaqueens« sein müssen.Für diese Schreibwerkstatt können auch schon geschriebene Texte, die einen stark dialogischen oder szenischen Charakter aufweisen, mitgebracht oder vorher eingesandt werden.

 

Die Schreibwerkstatt »Dramaqueen« arbeitet zusammen mit dem Jugendclub vom Theater Freiburg, der die entstandenen Texte und Szenen im Werkraum des Theater Freiburg »auf die Bühne bringen« wird. Moderation: Bernd-Jürgen Thiel (Lehrer am Markgräfler Gymnasium Müllheim) und Stefanie Stegmann (Leiterin des Literaturbüros Freiburg). Schriftliche Anmeldung (Name, Adresse, Schule und Jahrgangsstufe) mit eigenem Text an das Literaturbüro Freiburg, Haus für Film und Literatur | Alter Wiehrebahnhof, Urachstr. 40, 79102 Freiburg. Kontakt zum Jugendclub des Theater Freiburg über Michael Kaiser

(Theaterpädagoge und Künstlerischer Leiter Werkraum): michael.kaiser@theater.freiburg.de | www.theater.freiburg.de/Jugendclub

 

Das Regierungspräsidium Freiburg bittet die Schulen, die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler vom Unterricht freizustellen. Die Veranstaltung zählt als Schulveranstaltung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind im Rahmen des Schulrechts versichert. Fahrtkosten können nicht erstattet werden. Gruppengröße: bis max. 20 Schülerinnen und Schüler, ab Klasse 10.

 

Termin: Freitag, den 23. November 2007, 9:00 Uhr - 12:30 Uhr und 14:00 Uhr -

16:00 Uhr, Ort: Werkraum im Theater Freiburg, Bertoldstraße 46 (Zugang über

Theatercafé). Am Abend laden wir alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu

einem kostenlosen Vorstellungsbesuch im Theater Freiburg ein.

 

Eine Veranstaltung von Literaturbüro Freiburg, Theater Freiburg, Regierungspräsidium Freibug und Kulturamt Freiburg.


Sonntag, 25. November 2007

SCHREIBWETTBEWERB FÜR JUGENDLICHE

Preisverleihung »WÜTEND GENUG«


Im Rahmen einer Überraschungsparty werden die besten eingereichten Geschichten und ihre Autorinnen und Autoren zum diesjährigen Thema »Wütend genug« prämiert. SprecherInnen der Rezitationsgruppe »Laut & Lyrik« werden die Preisverleihung mit Rezitationen und szenischen Interpretationen begleiten. Eine Veranstaltungskooperation der Vorderhaus-Kultur in der Fabrik, des SWR Studio Freiburg, des Kulturamts der Stadt Freiburg und des Literaturbüros Freiburg. Die Preisverleihung ist ein Modul im Rahmen von »Stories« – Jugendliteraturtage Freiburg.

 

So 25.11. 19.00 | Vorderhaus | Kultur in der Fabrik, Habsburger Straße 9 | Eintritt frei


Dienstag, 27. November 2007

SPRECHEN ÜBER SPRACHE

«Was die Menschen vergessen, bewahren die Zellen« | Jeffrey Eugenides’ »Middlesex«


Bildungsroman, Generationenportrait, Einwandererschicksal, Zeitgeschichte – Jeffrey Eugenides’ »Middlesex« ist einer der vielschichtigsten Romane der amerikanischen Literatur des letzten Jahrzehnts. Im Kern geht es, wie in so vielen amerikanischen Romanen, um Identität – um so sinnbildlicher ist die Tatsache, dass der bzw. die ErzählerIn gleich zwei Mal »geboren« wird, wie es am Anfang des Romans heißt: einmal als Mädchen, und dann, mit 14, als Junge. Diese hermaphroditische Erzählperspektive bietet einen ungewöhnlichen Einblick in die Komplexität von Gender, Identität und Differenz und gleichfalls einen ungewöhnlichen Blick auf die Geschichte der griechischen Einwandererfamilie und die (Zeit-)Geschichte der USA von den Anfängen des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Der Vortrag wird diesen Perspektiven (Gender, Immigration, Ethnizität) und diesen Geschichten (Jugend, Familie, Sozialisation) durch drei Generationen folgen.

 

Dr. Rüdiger Heinze (Englisches Seminar Universität Freiburg) lehrt und forscht zur zeitgenössischen amerikanischen Literatur und Kultur. Ein spezieller Forschungsschwerpunkt ist dabei die Literatur der Kinder von amerikanischen Einwanderern.

 

Eine Veranstaltung von Literaturbüro Freiburg, Zentrum für Anthropologie und Gender Studies und Carl-Schurz-Haus Freiburg.

 

Di 27.11. 20.00 | Galerie im Haus für Film und Literatur | Eintritt 5,00/3,00 Euro


Donnerstag, 29. November 2007

LITERARISCHES WERKSTATTGESPRÄCH


Das »Literarische Werkstattgespräch«, Neufassung der vormaligen »Offenen Lesung«, ist eine Veranstaltung, bei der Schreibende unveröffentlichte literarische Texte zur Diskussion stellen können. Die Veranstaltung findet alle zwei Monate jeweils am letzten Donnerstag statt. Textbewerbungen bitte bis spätestens eine Woche vor dem Gespräch ans Literaturbüro schicken.

 

| Do 29.11. 20.00 | Haus für Film und Literatur | Eintritt frei |


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