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Rückblick: Veranstaltungen im September 2007


Sonntag, 9. September 2007

Robert Mugabe muss zurücktreten.

Weltweite Lesung am 9. September 2007


Simbabwe, die ehemalige britische Kolonie im Süden Afrikas, leidet unter dem diktatorischen Regime von Robert Mugabe. Wirtschaftlich eines der ärmsten Länder der Welt, trägt die politische Situation zum Leiden der Bevölkerung erheblich bei. Menschenrechte werden mit Füßen getreten, die Pressefreiheit ist erheblich eingeschränkt, Demonstrationen sind verboten. Am 9. September finden weltweit Lesungen gegen das »Regime Mugabe« statt. Ziel ist es, auf die Missstände im Land aufmerksam zu machen und die Machenschaften von Mugabe ans Licht zu bringen. Mehr als 150 Autorinnen und Autoren haben einen entsprechenden Aufruf unterschrieben, darunter Günter Grass, Ulla Hahn, Margaret Atwood und John Updike. Auch das Literaturbüro Freiburg und das Englische Seminar der Universität Freiburg veranstalten eine Lesung mit Gedichten von Chenjerai Hove, Chirikuré Chirikuré und Dambudzo Marechera sowie dem Vorwort von Elinor Sisulu aus »Gukurahundi in Zimbabwe. A Report on the Disturbances in Matabeleland and the Midlands 1980-1988« (Johannesburg 2007).

 

Die Gedichte werden auf Englisch und auf Deutsch rezitiert von Claudia Duppé, Englisches Seminar der Universität Freiburg, Ildiko Preszly, Schauspielstudentin, Auftritte u.a. mit »Maniacts«, sowie mit den Freiburger Schauspielern Peter Haug-Lamersdorf, Engagements u.a. am Theater Freiburg und am Wallgraben Theater, und Peter Willi Hermanns, Auftritte u.a. im Vorderhaus, Kultur in der Fabrik, auch als Regisseur tätig.

 

| So 09.09.07 20.00 | Galerie im Haus für Film und Literatur, Urachstr. 40, 79102 Freiburg | Eintritt frei





Radio-Dreyeckland sendete am Mittwoch, 5.9.07 ein Interview mit Claudia Duppé zur Lesung "Robert Mugabe muss zurücktreten".


Dienstag, 18. September 2007

SPRECHEN ÜBER SPRACHE

Ingeborg Bachmann und Saadi Yusuf | »Das Exil als Ort der Utopie«


Welche Berührungspunkte könnte es geben zwischen einer österreichischen Nachkriegsautorin und –Dichterin wie Ingeborg Bachmann und einem irakischen, vor dem Baath-Regime geflüchteten Dichter wie Saadi Yusuf? Geografisch, biografisch oder politisch mag die beiden auf den ersten Blick wenig verbinden. Doch finden sich bei näherem Hinsehen Überschneidungen, die wesentlich in ihren je unterschiedlich erworbenen Exilerfahrungen begründet sind. Ausgehend von ausgewählten Gedichten und Prosatexten können Verknüpfungen wie ähnlich gedachte Weltentwürfe und Vorstellungen des »Anderen« gefunden werden. Diese treffen zusammen in den drei Motiven »Untergang«, »Reise« und »Auferstehung« und verweisen auf die Kernerfahrungen des Exils zurück: den Verlust und die Wiederaneignung von Welt und Leben in der Sprache – so die These von Stephan Milich.

 

Hafid Zghouli, Student der Freiburger Germanistik und Arabistik, rezitiert Gedichte von Saadi Yusuf. Anna Seidenglanz, freie Sprecherin und Musikerin (u.a. für das Theater im Marienbad) wird Texte von Ingeborg Bachmann lesen. Stephan Milich studierte an der Universität Freiburg und Kairo Islamwissenschaften und Germanistik. Derzeit schreibt er an seiner Promotion über die »Neue arabische Exillyrik«.

 

Eine Veranstaltung des Literaturbüro Freiburg in Kooperation mit dem Arabia Institut Freiburg.

 

| Di 18.09.07 20.00 | Galerie im Haus für Film und Literatur, Urachstr. 40, 79102 Freiburg | Eintritt 5,00/3,00 Euro


Sonntag, 23. September 2007

MATINÉE

Lesung mit Evelyn Grill und Hans Hoischen


Evelyn Grills Roman »Wilma«, der im September 2007 überarbeitet und in neuem Gewand im Residenz Verlag erscheint, erzählt die Geschichte der geistig stark beeinträchtigten Wilma und der verwitweten und kinderlosen Agnes, die das Mädchen zu sich nimmt. Diese Konstellation löst unter den Bewohnern des kleinen Dorfes im Salzkammergut mit seinen geschlossenen Strukturen Aggressionen und Gewalt aus. Je enger sich der Lebensraum für Wilma gestaltet, desto symbiotischer wird das Beziehungsverhältnis zwischen den beiden Frauen. Nicht ohne Grund bezeichnet DER SPIEGEL die Autorin Grill auch als »Expertin für die abstruseren Seiten menschlicher Existenz«. Ihr Roman »Vanitas oder Hofstätters Begierden« wurde 2005 für den Deutschen Buchpreis nominiert und für ihren 2006 erschienen Roman »Der Sammler« erhielt sie den Otto-Stoessl-Preis.

Hans Hoischens Roman »Im Schutzgebiet« lässt in der Erinnerung des Ich-Erzählers dessen Freundschaft mit Richard wieder aufleben. Richard ist vor dem Hintergrund einer schwierigen Kindheit und der Weigerung, sich gesellschaftlichen Standards anzupassen, zum Alkoholiker geworden. Im Kreisen um die vergangenen, gemeinsamen Unternehmungen – zumeist Züge durch Gasthäuser und Biergärten der Umgebung – und um die Biografie des Freundes, nähert sich der Ich-Erzähler den Ursachen des Scheiterns, aber auch dem prekären Verhältnis zur eignen Lebenswirklichkeit.

 

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg in Zusammenarbeit mit dem Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg.

 

 

| So 23.09.07 11.00 | Galerie im Haus für Film und Literatur, Urachstr. 40, 79102 Freiburg | Eintritt 5,00/3,00 Euro |

 


Donnerstag, 27. September 2007

HÖRBAR

Heiner Goebbels | »Die Wiederholung«

 


Was »erinnert wird, ist gewesen, wird nach rückwärts wiederholt, wohingegen die eigentliche Wiederholung nach vorwärts erinnert. Deshalb macht die Wiederholung, wenn sie möglich ist, einen Menschen glücklich, während die Erinnerung ihn unglücklich macht«, schrieb der dänische Philosoph Kierkegaard 1843 in seinem Essay »Die Wiederholung«. Ihm ging es nicht um eine Lobrede aufs alltägliche Einerlei, sondern um die bewusst gelebte Wiederholung, um die Entdeckung der Strukturen, über die wir zu uns selbst gelangen, auch in der Liebe. - Auf ein gemeinsames Erlebnis »letztes Jahr in Marienbad« beruft sich ein Mann, der in einer bekannten Filmszene nach dem gleichnamigen Drehbuch von Alain Robbe-Grillet die Frau seiner Sehnsucht wiedertrifft. »There is joy in repetition«, lautet der Refrain in einem Song des amerikanischen Popstars Prince, der vom Augenblick einer Verführung handelt.

Drei Schauspieler (Marie Goyette, John King, Johan Leysen) in wechselnden Rollen und Sprachen; Texte drei grundverschiedener Autoren umkreisen das Thema des musikalischen Hörstücks, das Heiner Goebbels am Eröffnungsabend der Freiburger Hörspieltage live in Szene setzt.

 

| Regie: Heiner Goebbels | Komposition: Heiner Goebbels | SWF 1997

 

Die HörBAR im Haus für Film und Literatur ist eine Veranstaltung des SWR2, des Kommunalen Kinos und des Literaturbüros Freiburg.

 

| Do 27.09.07. 20.00 | Café im Haus für Film und Literatur, Urachstr. 40, 79102 Freiburg | Eintritt 5,00/4,00 Euro |

 


Donnerstag, 27. September 2007

LITERARISCHES WERKSTATTGESPRÄCH


Das »Literarische Werkstattgespräch«, Neufassung der vormaligen »Offenen Lesung«, ist eine Veranstaltung, bei der Schreibende unveröffentlichte literarische Texte zur Diskussion stellen können. Die Veranstaltung findet alle zwei Monate jeweils am letzten Donnerstag statt. Textbewerbungen bitte bis spätestens eine Woche vor dem Gespräch ans Literaturbüro schicken.

 

| Do 27.09.07 20.00 | Haus für Film und Literatur, Urachstr. 40, 79102 Freiburg | Eintritt frei |


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