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Rückblick: Veranstaltungen im Juli/August 2007


Sonntag, 01. Juli 2007

LYRIKMATINEE

Anlässlich Rosemarie Bronikowskis 85. Geburtstag



Als eine der bedeutendsten literarischen Stimmen Freiburgs hat Rosemarie Bronikowski mehr als ein Dutzend Bände ihrem Schriftstellerleben veröffentlicht; dazu gehören Gedichte, Kurzgeschichten und Erzählungen, darunter auch Ihre Erinnerungen an die Diktatur des Nationalsozialismus. Darüber hinaus engagiert sich die gebürtige Hamburgerin seit über 30 Jahren ehrenamtlich in der Justizvollzugsanstalt Freiburg und leitet Gesprächsrunden mit Strafgefangenen. Nicht zuletzt war die heute in Ebringen lebende Schriftstellerin Mitbegründerin des Literatur Forums Südwest, dem Trägerverein des Literaturbüros Freiburg. In der Lyrikmatinee wird sie aus ihrem noch unveröffentlichten neuen Lyrikband lesen, begleitet durch den Saxophonisten Mike Schweizer.

 

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg in Zusammenarbeit mit dem Förderkreis deutscher Schriftsteller in Baden-Württemberg.

 

| So 01.07. 11.00 | Galerie | Eintritt frei |

 


Sonntag, 01. Juli 2007

HÖRBAR SPEZIAL

ALVIN CURRAN | LIVE PERFORMANCE IM EXPERIMENTALSTUIDO FÜR AKUSTISCHE KUNST DES SWR

 

Doppelprogramm mit Alvin Curran: TransDADAexpress II (SWR 2006) und einem Werkstattkonzert mit jungen englischen Musikern



Alvin Curran (*1938), einer der führenden amerikanischen Komponisten der heutigen Environment- und Live-Elektronik-Musik, war Mitbegründer der Musica Elettronica Viva und lehrt als Professor für Komposition am Mills College Oakland/Kalifornien. Sein Werk wurde u.a. von Giacinto Scelsi, Thelonius Monk, Charles Ives, John Cage und Spike Jones beeinflusst. Anfang der siebziger Jahre entwickelte er einen Solo-Performance-Stil, in dem Gesang, Klavier, Synthesizer und Originalton-Aufnahmen miteinander kombiniert und Architektur und Landschaft als natürliches Musiktheater genutzt werden.

2006 eröffnete Curran die Donaueschinger Musiktage mit der Uraufführung seiner Komposition »Oh Brass on the Grass Alas«, bei der Jugendblasorchester aus der Gegend in einer großen Choreographie um das Festspielhaus herum musizierten.

Die HörBAR im Alten Wiehrebahnhof hat bereits seine Hörstücke »Ich träumte John Cage jodelnd im Züricher Hauptbahnhof« und »TransDadaExpress I« präsentiert. Das HörBAR-Spezial am 1. Juli 07 ist ein Doppelprogramm aus »TransDADAexpress II« (SWR 2006) und einem Werkstattkonzert mit jungen englischen Musikern.

 

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg, des Kommunalen Kinos Freiburg, des EXPERIMENTALSTUDIOS und des SWR 2

 

| So 01.07.07 20.00 | Experimentalstudio für Akustische Kunst des SWR, Kartäuserstr. 45 | Eintritt 5,00/4,00 Euro |

 


Dienstag, 03. Juli 2007

SPRECHEN ÜBER SPRACHE

GADJI BERI BIMBA | DAS LAUTGEDICHT IM DADAISMUS



Hugo Ball im Cabaret Voltaire

"Mit diesen Tongedichten wollten wir verzichten auf eine Sprache, die verwüstet und unmöglich geworden ist durch den Journalismus. Wir müssen uns in die tiefste Alchemie des Wortes zurückziehen und selbst die Alchemie des Wortes verlassen, um so der Dichtung ihre heiligste Domäne zu bewahren," so Hugo Ball über die Lautgedichte, eines der wichtigsten künstlerischen Praktiken des Dadaismus. Am 23. Juni 1916 hat Hugo Ball mit Gadji beri bimba eines der ersten Lautgedichte im Cabaret Voltaire in Zürich, der Geburtsstadt des Dadaismus, vorgetragen, gekleidet in ein Kostüm aus Pappe, so dass er auf die Bühne getragen werden musste. Mit sinnzerstörenden Sprachstücken sowie deren Darbietung in exzentrischen Auftritten lebt die Faszination des Dada auch neunzig Jahre später noch fort. Prof. Dr. Christa Karpenstein-Eßbach (Universität Mannheim), die unter anderem zu Film und Lautgedicht des Dadaismus geforscht hat, und Heinzl Spagl vom Theater im Marienbad stellen den Dadaismus durch Analyse und Rezitation vor.

 

Eine Veranstaltung des Literatubüros Freiburg mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts Freiburg.

 

Di. 03.07., 20.00 | Galerie im Haus für Film und Literatur, Urachstr. 40 | Eintritt 5,00/3,00 Euro


Freitag, 06. Juli 2007

WRITER’S WORKSHOP

ENGLISCHSTUDENTEN LESEN AUS IHREN SHORT STORIES

 

„Writing is, at its heart, a solitary enterprise, but it is my hope that the class will function as an extended literary conversation, and so break that solitude a little.”

 

So kündigte Emily Lundin, Dozentin für Kreatives Schreiben, Schriftstellerin und Fulbright Stipendiatin aus New Orleans, ihren Kurs am englischen Seminar der Universität Freiburg an. Dementsprechend schrieb eine Gruppe Studierender Kurzgeschichten auf Englisch und diskutierte und reflektierte den Schreibprozess wöchentlich. In einer Lesung stellen die Studierenden nun Ausschnitte aus ihren Short Stories vor und durchbrechen damit auf eine weitere Art den „solitary“ Schreibprozess.

 

Im Anschluss an die einstündige Lesung sind alle Gäste zum Grillen auf der Sternwaldwiese eingeladen!

 

Eine Veranstaltung des Kurses "Finding the story - Place and Craft in a Writer's Workshop" des Englischen Seminars der Universität Freiburg in Kooperation mit dem Literaturbüro Freiburg.

 

| Fr 06.07. 19.00 | Galerie im Haus für Film und Literatur | Eintritt frei |

 


Dienstag, 10. Juli 2007

KAFKA AM STRAND



»Beruhigend absurd« etikettiert Isabelle Erler in der Frankfurter Rundschau Haruki Murakamis Roman »Kafka am Strand«. Der 15-jährige Kafka Tamura begibt sich auf der Suche nach dem Sinn des Lebens auf eine Reise, die ihn auch in seine inneren Welten führt. Es entfaltet sich eine rätselhafte Liebesgeschichte zwischen dem Tamura und der undurchschaubaren Saeki-San, die sich Kafka Tamura sowohl als junges Mädchen in seiner Traumwelt als auch als erwachsene Frau in der Realität zeigt. Murakamis Einzählstil kennzeichnet genau dieses Nebeneinander von Traum und Wirklichkeit, das sich sowohl aus naturalistisch gezeichneten Realitätsebenen aber auch aus fantastischen Elementen zusammensetzt.

 

Nach einer Einführung über den Autor und seine Texte von Maria Römer (Freie Universität Berlin) liest der Heidelberger Schauspieler Florian Kaiser Szenen aus Murakamis »Kafka am Strand«. Die musikalische Überleitung zur Lesung übernimmt der Saxophonist Giovanni Marchesiello (Absolvent der Jazz & Rockschule Freiburg). Im Anschluss an die Lesung besteht die Möglichkeit zum Gespräch am japanischen Buffet.

 

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg und Absolventinnen des Instituts für Wirtschaft und Sprachen Freiburg.

 

| Di 10.07.07 20.00 | Galerie im Haus für Film und Literatur, Urachstr. 40, 79102 Freiburg | Eintritt 5,00/3,00 Euro |

 


Donnerstag, 19. Juli 2007

HÖRBAR

DURCHGANGSVERKEHR | Da kamen fünf kluge Frauen herein | Hagoromo | Verkehr | 3 MINIATUREN VON OLIVER STURM

 

Ein englischer Pub in der Vorweihnachtszeit, in dem ein profanes Wunder geschieht. Ein japanisches Liebespaar, das in einem deutschen Bahnhof eine Entrückung nach Kyoto erfährt.

Fünfunddreißig Menschen in Berlin, die alle zur selben Zeit im Verkehrsstau stecken und vom Billigbenzin träumen. Die drei Miniaturen schildern kleine Welten in drei Kulturen – England, Japan, Berlin – zeigen Menschen auf Nebenschauplätzen, die im rhythmischen Ablauf des Alltags gefangen sind und dort Wunder in Taschenformat erleben. In ihrem Beschäftigtsein mit der alltäglichen Routine von Arbeit und Freizeit nehmen sie gar nicht wahr, daß sie sich in einer ihnen übergeordneten Gesetzmäßigkeit aus festen Abläufen befinden, Teilchen in einem Kosmos der Wiederholungen sind.

 

Mit Musik von Alexander Christou | Regie: Oliver Sturm | SWR 2002

 

und:

 

ZEIT ZU HÖREN | HÖRSTÜCK VON TOM JOHNSON

 

„Ziel ist es, dem Zuhörer ein Gefühl für Zeit zu vermitteln, eine Umgebung zu schaffen, in der die Zeit regelmäßig vergeht“, sagt Minimal-Komponist Tom Johnson zu seinem neuen Hörstück, dessen einzige Instrumente eine menschliche Stimme und ein tickendes Metronom sind.

 

Der Beitrag des Hörspiels zum Thema „Zukunft der Arbeit“

„Nur“ Hören ist eine Tätigkeit, die der Erfahrung der heutigen Arbeitswelt entgegengesetzt ist. Das Hörspiel ist daher ein besonders geeignetes Medium, eine neue „Sicht“ auf diese Welt zu geben. Kunst, die nach ihrer Definition „am Rande“ ist, außerhalb des Arbeitsprozesses und des Alltags, zeigt einen Bereich der Freiheit auf. Sie kann die Mechanismen bewußt machen, denen der Einzelne unterliegt, ihm damit Möglichkeiten eigener Gestaltung an die Hand geben, oder ihn zumindest seinen Bedürfnissen näher bringen. Die beiden ausgewählten Stücke der Radiokunst verfolgen dies mit den Mitteln von Sprache von Phantasie, und mit Musik.

 

Regie: Antje Vowinckel | Produktion SWR 2006

Mit einem Nachwort von Antje Vowinckel

 

| Do 19.07.07 20.00 | Café im Haus für Film und Literatur | Eintritt 5,00/4,00 Euro |


Samstag, 21. Juli 2007

WORKSHOP | EINFACH NUR INS WÖRTERBUCH GUCKEN?

LITERARISCHES ÜBERSETZEN AUS DEM ENGLISCHEN FÜR INTERESSIERTE LAIEN

 

Das Wichtigste zur Berufskunde: Was macht ein literarischer Übersetzer? Wie wird man literarischer Übersetzer? Um einen praktischen Einblick zu erhalten, werden zwei kurze, relativ einfache Texte verschiedener Art, die vorher von den Teilnehmern bearbeitet wurden, besprochen. Ziel ist es, zu vermitteln, dass literarisches Übersetzen weit mehr ist, als „nur ins Wörterbuch gucken“. Dabei soll an einem Textbeispiel verdeutlicht werden, dass es schon bei relativ leichten Texten eine Vielzahl möglicher sprachlicher Entscheidungen zu treffen gilt. Ein anderes Textbeispiel wiederum zeigt, was gute Recherche bedeutet: Nichts lässt sich übersetzen, was man nicht wirklich verstanden hat.

 

Leitung: Cornelia Holfelder-von der Tann

 

Anmeldung bis 13.07.2007: Literaturbüro Freiburg (siehe Kontakt)

 

 

Sa 21.07.07 9.30-12.30 h | Literaturbüro im Haus für Film und Literatur, 2.OG, Urachstr. 40, 79102 Freiburg | Teilnahmegebühr: 15 Euro

 


Donnerstag, 26. Juli 2007

LITERARISCHES WERKSTATTGESPRÄCH

 

Das »Literarische Werkstattgespräch«, Neufassung der vormaligen »Offenen Lesung«, ist eine Veranstaltung, bei der Schreibende unveröffentlichte literarische Texte zur Diskussion stellen können. Die Veranstaltung findet alle zwei Monate jeweils am letzten Donnerstag statt. Textbewerbungen bitte bis spätestens eine Woche vor dem Gespräch ans Literaturbüro schicken.

 

| Do 26.07. 20.00 | Haus für Film und Literatur, Urachstr. 40 | Eintritt frei |


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