
HÖRBAR
LETZTE ERMITTLUNGEN AM RANDE DER GALAXIS ODER
DAS UNIVERSUM, DIE PHYSIK UND DAS LOCH IN DER THEORIE
Bang! Der große Knall kam aus dem Nichts und spuckte Naturgesetze aus. Dann kamen die Fragen: Warum hat es geknallt? Hat es zum ersten Mal geknallt? Und warum ist Materie übrig geblieben? Wohin ist die Antimaterie verschwunden, und woher kommt die dunkle Energie? Wieso weiß ein verschränktes Teilchen mehr als du? Dachtest du, du wüsstest Bescheid? Die anderen wüssten Bescheid? Irgendwer wüsste Bescheid, wie alles anfing, weiterging und zusammenhing - die Welt und das alles? Es gibt nur einen, der sich auskennt: der Investigator! 
Ein Doku-Hörspiel-Feature mit Professor Karsten Danzmann (Direktor des Max-Planck-Instituts für Gravitationsphysik in Hannover), Professor Christof Wetterich (Institut für Theoretische Physik der Universität Heidelberg), Physiker (im O-Ton): Edward Witten, Andrej Linde, Anton Zeilinger, Rudolf Kippenhahn, Harald Fritzsch, Walter Oehlert und Bruno Leibundgut.
Autorin: Julia Förster (BRD 1968), Produktion: WDR 2006 45 Min., Regie: Thomas Wolfertz
Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg, des Kommunalen Kinos und des SWR2
Do 08.03.07 20.00 | Haus für Film und Literatur, Urachstr. 40, 79102 Freiburg | Eintritt 5,00/4,00 Euro |

AUTORINNEN-LESUNGEN IN DER INTERNATIONALEN FRAUENWOCHE
»VERDICHTUNG SÜDWÄRTS«
Anlässlich der Internationalen Frauenwoche stellen die Unabhängigen Frauen Freiburg und das Literaturbüro Freiburg drei junge literarische Stimmen aus Freiburg vor.
Almut Rilk, geb. 1971, studierte Neuere Deutsche Literaturgeschichte und Englische Philologie. Auslands- und Forschungsaufenthalte in Cardiff, Wales und in Benin, Westafrika. Seit 2003 Lehrerin am Technischen Gymnasium in Offenburg. 1997-2004 Konzeption und Mitarbeit an der Radiosendung »kollektiv tiefenreinigung« für das Radio Dreyeckland. Almut Rilk erschien mit ihrem Text »Verdichtung, südwärts« in der Anthologie zum 10. Würth-Literaturpreis. Am 9. März wird sie aus »Stillen«, »Personenkreis Nord« und »Verdichtung, südwärts« lesen.
Pascal Antoinette Emrich, geb. 1969, studierte Literaturwissenschaft und Politik in Kiel und Freiburg, arbeitete als Fernsehjournalistin beim Sender Freies Berlin (1997-1999) und beim Südwestrundfunk. Gegenwärtig Referendariat. 2006 erhielt sie für ihre Erzählung »Das Wasser« den Paula-Rombach-Literaturpreis sowie den zweiten Preis im Erzählwettbewerb »Grenzerfahrungen« für ihre Geschichte »Danach«. Am 10. März stellt sie ihre zwei Texte »Leben spielen« und »Die Sternenstraße ist auch in der Dämmerung zu meiden« vor.
Birgit Hofmann, geb. 1975, studierte Politikwissenschaft und Germanistik in Freiburg. 1997-2004 Konzeption und Mitarbeit an der Radiosendung »kollektiv tiefenreinigung« für das Radio Dreyeckland. 2003-2005 Praktika und Forschungsaufenthalte in Prag. Seit 2006 Mitglied im Graduiertenkolleg »Diktaturüberwindung und Zivilgesellschaft« (Heidelberg). 2006 erschien ihr Text »100 Jahre Montage« in der Würth-Literaturpreis Anthologie, 1999 erhielt sie eine Einladung zum renommierten literarischen Nachwuchswettbewerb, dem »Open Mike«, nach Berlin. Am Sonntag, den 11.03. wird sie lesen aus »In diesem Sommer«, »100 Jahre Montage« und »Hunde«.
Eine Veranstaltung der Unabhängigen Frauen Freiburg und des Literaturbüros Freiburg.
Fr. 09.03. 18.00: Almut Rilk | Sa. 10.03. 14.00: Pascal Emrich | So. 11.03. 18.00: Birgit Hofmann | Galerie im Haus für Film und Literatur, Urachstr. 40, 79102 Freiburg | Eintritt frei |

»MARA KOGOJ« | KEVIN VENNEMANN LIEST
Vennemanns Romandebüt Nahe Jedenew (Suhrkamp 2006), eine radikale literarische Annäherung an ein antijüdisches Pogrom, wurde im Feuilleton sehr gelobt. Sein zweiter Roman Mara Kogoj setzt da an, wo der erste aufhört: Wie und mit welchen Folgen wird Geschichte geschrieben, erinnert oder vergessen?
Tone Lebonja untersucht mit seiner Kollegin Mara Kogoj im Rahmen einer österreichischen Studie, was Klagenfurter über das Verhältnis von »Heimat« und »Staat« zu erzählen wissen. Einer der Befragten ist der deutschnationale und heimattreue selbsternannte Journalist Ludwig Pflügler. 
Trotz Pflüglers Interpretation der Kärntner Geschichte und seiner Diffamierungen der slowenischen Minderheit, verdrängt Tone Lebonja weiterhin, was ihn als Slowenen einst aus seiner Heimatstadt fortgetrieben hatte. Pflügler dominiert, taktiert und beansprucht Deutungshoheit – doch Lebonja schweigt. Bis Mara Kogoj die Fäden in die Hand nimmt und selbst zu berichten beginnt, von dem, »um das es ihr eigentlich und überhaupt geht und immer schon gehen musste«: von einer anderen Version der Geschichte.
Eine Veranstaltung der Buchhandlung jos fritz und des Literaturbüros Freiburg
Mi. 14.03. 20.00 | jos fritz café | Wilhemstraße 15 | Eintritt 5,00/3,00 Euro |

»CLOACA MAXIMA« | JUNGE SERBISCHE LITERATUR
Auf dem Balkan meldet sich eine neue Generation zu Wort, die versucht, ihren Umgang mit der Vergangenheit und ihre heutige Sicht auf den Krieg literarisch zu verarbeiten. Vladimir Arsenijevic, am 21. März zu Gast im Literaturbüro Freiburg, gehört zu den bekanntesten Vertretern der jungen, alternativen und progressiven serbischen Literaturszene. In seiner Literatur beschäftigt sich Arsenijevic immer wieder mit der Realität eines Landes im Zerfall auf den Spuren des »inneren Zerfalls« der jungen Menschen in diesem Land. Sein Roman »Cloaca Maxima: Eine Seifenoper« (Rowohlt 1996)« erhielt den renommierten NIN-Preis des Landes und wurde in 20 Sprachen übersetzt. Er erzählt von der Zeit nach 1991, als die Kämpfe auf dem Balkan ausbrachen. Vor dem Hintergrund der Kriegsgeschehnisse, insbesondere serbischer Bombenabwürfe auf Dubrovnik, nimmt Arsenijevic Einzelschicksale in den Blick und beschreibt sarkastisch und selbstironisch, doch zugleich mit großer Verzweiflung, die hoffnungslose Stimmung der jungen Belgrader Generation.

Ein Auszug aus seinem jüngsten Roman »Ishmail« erscheint im Herbst 2007 auch auf Deutsch. Arsenijevic ist zudem Mitbegründer des Verlags »Rende« (übersetzt: Reibe). »Rende« gilt als ambitionierte Verlagsgründung in Serbien, die insbesondere die junge Subkulturszene, darunter auch Gay- and Lesbianliteratur in den Blick nimmt. Arsenijevic wird in Freiburg verschiedene Texte aus seinen Werken lesen. Martin Gülich liest den deutschen Text.
Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg mit freundlicher Unterstützung der Robert Bosch Stiftung.
Mi. 21.03. 20.00 | Galerie im Haus für Film und Literatur, Urachstr. 40, 79102 Freiburg | Eintritt 5,00/3,00 Euro | 
SPRECHEN ÜBER SPRACHE
VON POUND, KONFUZIUS UND BENN-ATTACKEN | RAINER MARIA GERHARDTS SPRACHBEGRIFF
Rainer Maria Gerhardt, der seine literarisch produktiven Jahre zwischen 1947 und 1951 in Freiburg hatte, erlebte als Lyriker, Übersetzer, Essayist und Verleger einen glänzenden Start, war der von Pound autorisierte Übersetzer – und verscherzte sich dann seine Chancen beim Limes Verlag, überhaupt Chancen seiner Laufbahn, als er Gottfried Benn in seiner legendären Zeitschrift »Fragmente 1« (1951) heftig attackierte. Grund war die lyrische Sprache, überhaupt die Sprache Benns als Lyriker. Die Kritik Gerhardts hat auch noch heute ein beachtliches Format und beruht auf einem an Pound und Konfuzius geschulten Sprachbegriff. Eine lange für unmöglich gehaltene Gerhardt Ausgabe ist nun 53 Jahre nach seinem Freitod erschienen. Über Gerhardt spricht der Freiburger Sprachwissenschaftler, Herausgeber und Autor Uwe Pörksen.
Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts Freiburg.
Di 27.03. | 20 Uhr | Galerie im Haus für Film und Literatur | Eintritt 5,00/3,00 Euro |

LITERARISCHES WERKSTATTGESRPRÄCH
Das »Literarische Werkstattgespräch«, Neufassung der vormaligen »Offenen Lesung«, ist eine Veranstaltung, bei der Schreibende unveröffentlichte literarische Texte zur Diskussion stellen können. Die Veranstaltung findet alle zwei Monate jeweils am letzten Donnerstag statt. Textbewerbungen bitte bis spätestens eine Woche vorher ans Literaturbüro schicken.
| Do 29.03.07 | 20.00 | Galerie, Haus für Film und Literatur, Urachstr. 40, 79102 Freiburg | Eintritt frei |

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