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Rückblick: Veranstaltungen im Dezember 2006


01. Dezember 2006

TEXTWERKSTATT

»JUGEND SCHREIBT«

 

Oberstufenschülerinnen und -schüler treffen sich regelmäßig zu halbtägigen Werkstatttreffen im Literaturbüro, um eigene Texte zu schreiben, zu lesen und darüber zu diskutieren. Die Moderation übernehmen Bernd Jürgen Thiel und Stefanie Stegmann. Anmeldung bitte im Literaturbüro.

 

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg mit Unterstützung des Regierungspräsidiums Freiburg und des Markgräfler Gymnasiums Müllheim.

 

| Fr 01.12., 15.30-18.00 h | Literaturbüro | Eintritt frei |

 


13. Dezember 2006

LESUNG

BAS BÖTTCHER: »DIES IST KEIN KONZERT«



Bas Böttcher »setzte dem Zusammenklang von Klang und Wort, zeitgemäß seziert und serviert, die Krone auf. Lust an der Sprache, Selbstreferenz à la Hip Hop, erlesenste Reimkunst und Geschichtenerzählen in einem« (Neue Luzerner Zeitung). In der deutschsprachigen Gegenwartslyrik steht der Name Bas Böttcher seit Jahren exemplarisch für die lebendige Szene der Lesebühnen und Poetry Slam. Er führt Klang, Rhythmik und sprachliche Dramatik zusammen um Atmosphären und Stimmungen zu schaffen. Der Lyriker wird seinen neuen Gedichtband »Dies ist kein Konzert« vorstellen, der 2006 erschienen und dem eine Hör-CD beigelegt ist. »Tabak, Tic Tac, Six Packs, Kit Kat, Nic Nac’s, Bifi, Beck’s, Faxe, Big Boxes, Twix, Mixery und Kaugummi, Kaugummi, Kaugummi« (»Meine Paradiese«) – ein Stakkato standardisierter Kioskprodukte wächst sich zu einer Konsumkritik aus. Leere Alltagsroutine wird thematisiert (»Nach dem Loop: Leben«) und gegen den Literaturbetrieb gestichelt (»Der stolze Literat«). Es erwarten Sie »intelligente Lyrik, Wortspiele, Alliterationen und doppeldeutige Szenenbeschreibungen – leicht wie Fische im Aquarium« (Focus).

 

Bas Böttcher wurde 1974 in Bremen geboren. Er hat am Bauhaus Weimar Mediengestaltung studiert und lebt seit 2000 in Berlin-Kreuzberg. Er beschäftigt sich seit Anfang der 90er Jahre mit Rhythmik und Lyrik. Nach diversen Plattenveröffentlichungen mit seiner Band widmet er sich verstärkt der Sprachkunst. Er war der erste deutschsprachige Rapper, der seine Texte als neue Form von Lyrik bei literarischen Veranstaltungen auf die Bühne gebracht hat. Er war Stipendiat des Literarischen Colloquiums in Berlin, am Zentrum für Kunst und Medientechnologie und zuletzt an der Sorbonne Nouvelle in Paris. Seine Gedichte erschienen unter anderem in maßgeblichen deutschen Lyrikanthologien wie dem »Neuen Conrady« und dem »Jahrbuch der Lyrik«.

 

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg in Kooperation mit der MensaBAR, Studentenwerk Freiburg, mit freundlicher Unterstützung

von Stadthotel Freiburg Kolping Hotels & Resorts.

 

| Mi 13.12. 20.30 | MensaBar Foyer, Mensa Rempartstraße, Rempartstraße 18 | Eintritt 5/3


14. Dezember 2006

HÖRBAR

 

Andreas Ammer & FM Einheit präsentieren ihr Avantgarde-Hörstück Friedrich Miles von Schiller Davis (SWR 2005) in dem verschiedene Schiller-Rezitationen aus der Schellack-Zeit durch Töne aus Miles Davis konterkariert werden. Die Rezitationskunst der Schellack-Platten ist bekannt für den vollen Pathos ihrer Vorträge. Sprecher wie Alexander Moissi rufen, jaulen und singen Schillers Sätze lauthals. Kunstvoll verbindet Friedrich Miles von Schiller Davis verschiedene solcher Ausschnitte mit Miles Davis' Epoche machendem Tonträger »Bitches rew« einer Schallplatte gewordenen Befreiung der Musik. Die schweren, pathetisch-intonierten Klassikerzitate untermalt von der gelassen-freien Musik von Miles Davis bilden ein kontrastvolles Hörerlebnis.

 

Andreas Ammer wurde 1960 in München geboren. Er studierte Germanistik, Philosophie und Geschichte der Naturwissenschaften und schloss mit Promotion ab. Nachdem er zunächst als Dozent an der Maximilian-Ludwigs-Universität in München gearbeitet hat produziert er Hörspiele für den Bayerischen Rundfunk und den WDR. Ammer arbeitet als freier Autor, Fernsehjournalist und Hörspielmacher und ist seit 2003 der kreative Kopf der ARD-Literatursendung ‚druckfrisch’. Ammer wurde bereits zweimal, 1995 und 2001, mit dem renommierten Hörspielpreis der Kriegsblinden ausgezeichnet.

 

Frank-Martin Strauss, wie FM Einheit mit richtigem Namen heißt, wurde 1958 in Dortmund geboren. Er bricht die Schule ab und beschließt 1979 Profimusiker zu werden. Kurz darauf trommelt er bei der Hamburger Punkband Abwärts und spielt mit ihnen die Single »Computerstaat« sowie den Longplayer »Amok« ein, die beide zu den Klassikern deutscher Punkmusik zählen. Ab 1987 bringt FM Einheit das Theaterstück »Andi« am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg auf die Bühne, auf das verschiedene Bühnenproduktionen folgen. 1993 nimmt die fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Fernseh- und Hörfunkjournalisten Andreas Ammer ihren Anfang. Es entsteht eine Reihe von Hörspielen wie »Radio Inferno« oder »Apokalypse Live«, für die die Künstler mit verschiedenen internationalen Preisen ausgezeichnet werden.

 

Do 14.12. 20.00 | Galerie | Eintritt 5/4 |

 


15. Dezember 2006

TEXTWERKSTATT

»JUGEND SCHREIBT«

 

Oberstufenschülerinnen und -schüler treffen sich regelmäßig zu halbtägigen Werkstatttreffen im Literaturbüro, um eigene Texte zu schreiben, zu lesen und darüber zu diskutieren. Die Moderation übernehmen Bernd Jürgen Thiel und Stefanie Stegmann. Anmeldung bitte im Literaturbüro.

 

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg mit Unterstützung des Regierungspräsidiums Freiburg und des Markgräfler Gymnasiums Müllheim.

 

| Fr 15.12., 15.30-18.00 h | Literaturbüro | Eintritt frei |

 


19. Dezember 2006

SPRECHEN ÜBER SPRACHE

Rose Ausländer | »Ich suche ein Wort«

 

»Ich suche ein Wort« lautet eines der bekannten Zitate von Rose Ausländer. Oxana Matiychuk ist auf den Spuren dieser Suche: Sie erforscht die Lyrikgenese von Rose Ausländer, der deutsch-jüdischen Lyrikerin aus der ehemaligen Kulturmetropole Czernowitz, die heute in der Westukraine liegt und bis 1918 noch zur Habsburger Monarchie gehörte. Rose Ausländer wanderte in den 1920er Jahren bereits in die Vereinigten Staaten aus, kam nach dem Krieg in den 1960er Jahren nach Deutschland, wo sie in den 1988 starb.

 

Die zahlreichen Vorfassungen und Korrekturen in Rose Ausländers Lyrik machen deutlich, wie mühsam die Entstehung eines Gedichts sein kann. Die Arbeit an Lyrik hat oftmals weniger mit dem »Musenblitz« als vielmehr mit dem schrittweisen, zähen und langsamen Ringen um Sprache und Grenzen zu tun.

 

Oxana Matiychuk ist Doktorandin an der Czernowitzer Nationaluniversität und gegenwärtig Stipendiatin des Deutschen Akademischen Austauschdiensts an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg.

 

| Di 19.12. 20.00 | Galerie | Eintritt 5/3 |

 


21. Dezember 2006

OFFENE LESUNG

WERKSTATTGESPRÄCH ÜBER UNVERÖFFENTLICHTE TEXTE

 

Die Offene Lesung ist eine Veranstaltung, bei der Schreibende unveröffentlichte literarische Texte präsentieren und zur Diskussion stellen können. Textanmeldung im Literaturbüro.

 

| Do 21.12., 20.00 | Galerie im Haus für Film und Literatur, Urachstr. 40 | Eintritt frei |

 


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