"Es muss nicht viel passieren in einer Geschichte"
INTERVIEW mit Paulien Schmid (14), der Autorin der Gewinnergeschichte des Jugendliteraturwettbewerbs

"Was ist los in Tabuk?" , hatte das Literaturbüro Freiburg alle 12- bis 16-jährigen Südbadener gefragt und 120 Antworten in Form einer Kurzgeschichte erhalten. Wo Tabuk liegt und was dort passiert, war ganz der Fantasie der Schreiber überlassen. Der Siegertext kommt von der 14-jährigen Paulien Schmid aus Hugstetten. BZ-Redakteurin Bianca Fritz sprach mit ihr.
BZ: War das dein erster Schreiberfolg?
Paulien: Es war das erste Mal, dass ich überhaupt bei einem Wettbewerb mitgemacht habe. Dass ich gewinnen könnte, damit hätte ich nie gerechnet. Zumal das meine erste richtige Geschichte war.
BZ: Du hast zuvor nicht geschrieben?
Paulien: Geschrieben habe ich schon immer gerne. Zum Beispiel meine Gedankengänge notiert und mir aufgeschrieben, was ich so erlebt habe. Aber ich habe das eben noch nie in eine richtige Geschichte verpackt.
BZ: Wo und wie schreibst du am liebsten?
Paulien: Zu Hause, wenn es ganz ruhig ist. Am liebsten abends, in meinem Zimmer oder auch im Wohnzimmer. Normalerweise schreibe ich gerne von Hand auf einem Block — aber die Geschichte für den Schreibwettbewerb habe ich mit dem PC geschrieben. Weil es damit viel leichter und schneller geht, etwas zu verbessern.
BZ: Du liest sicher auch gerne . . .
Paulien: Ja, Jugendromane und Bücher für junge Erwachsene. Zurzeit mag ich besonders die Geschichten von Reinhold Messner.
BZ: Was ist mit Harry Potter?
Paulien: Ich habe nur einen Band gelesen. Das ist nicht meine Welt. Science Fiction und Fantasy mag ich nicht. Das ist zu weit weg vom richtigen Leben. In den Büchern, die ich lese, muss nicht so viel passieren. Die Gedankengänge der Menschen finde ich spannend genug.

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