unterstützt von
Jos Fritz Bücher, Freiburg
     
Veranstaltungen
Tourneen & Festivals
Verein
Service
Unterstützung
Presse
Kontakt

Rückblick: Veranstaltungen im April 2005


07. April

POETRY CLIPS

 

Der Medienkünstler Herbert Wentscher betreute bereits mit Bastian Böttcher das Studienprojekt „WORD 2004 - poetry clips“, bei dem Gestaltungsstudierende der Bauhaus-Universität Weimar nicht nur Filme gestalten, sondern auch selbst zur Feder greifen sollten.

Herbert Wentscher präsentiert nun eine Auswahl der in Weimar entstandenen Videoclips als Beispiele des sich zur Zeit international entwickelnden Trends der Verfilmung von Poesie und der Entwicklung neuer Literaturformate.

 

| Do 7.4. 19.30 | Kinosaal |

 


14. April

HörBAR

Was soll dis dem Automat bekümmern? - Von Guido Graf

 

Im April öffnet im Alten Wiehrebahnhof zum ersten Mal die HörBAR für Literatur und Radiokunst, eine gemeinschaftliche Veranstaltungsreihe des Kommunalen Kinos und des Literatur Forums Südwest mit dem SWR. Die HörBAR verwandelt den Alten Wiehrebahnhof für einen Abend in einen Ort klang- und sprachexperimenteller Hörerlebnisse. Im Mittelpunkt der ersten Veranstaltung steht die AMME. Die AMME gibt Milch. Gerät sie in Angst, wird sie in die Enge getrieben, verschüttet sie die Milch. Diese Angst befällt sie immer, wenn man mit ihr spricht: Der hochentwickelte Sprachcomputer gleichen Namens wirft schlagfertig mit alltäglichen Phrasen um sich und kümmert sich dabei nicht um Regeln. „Was soll dis dem Automat bekümmern?“ heißt das Stück von Guido Graf, in dem Verwirrung und Vergnügen die Grenzen zur Poesie allmählich verwischen.

 

| Di 14.4. 20.00 | Galerie |

 


15. April

TEXTWERKSTATT

»Jugend schreibt«

 

OberstufenschülerInnen treffen sich regelmäßig zu Werkstatttreffen im Literaturbüro, um eigene Texte zu lesen und darüber zu diskutieren.

 

| Fr 15.4. 15.30 – 18.00 | Literaturbüro | Eintritt frei |

 


22. April

LESUNG

»Det/Das« von Inger Christensen – Sprachhaus M

 

Die dänische Schriftstellerin Inger Christensen wird seit Jahren im deutschsprachigen Sprachraum gefeiert und mit zahlreichen Preisen wie dem Münsteraner Lyrikpreis, dem Lyrikpreis der Bayrischen Akademie der Schönen Künste und dem Österreichischen Staatspreis für Literatur bedacht. Die Sprache ist ihr ein Wahrnehmungsinstrument, das durchdrungen ist von einer sprachgewaltigen Bilderwelt. Das Langgedicht det/das, bereits 1969 in Dänemark erschienen, ist eine moderne Schöpfungsgeschichte in drei Teilen. Christiane Moreno und Sandra Löwe sprechen in ihrer ca. 3-stündigen Aufführung dieses buchstäblich nicht enden wollende Gedicht im Wechsel, mit- und übereinander. Sie entfalten mit eindringlichen, sparsam modulierenden und modellierenden Stimmen ein hochspannendes Wortgewebe.

 

| Fr 22.4. 19.30 | Galerie | Eintritt: Euro 6/4 |

 


24. April

LESUNG

Ingeborg Gleichauf und Ulrike Halbe-Bauer

 

Die Lesung mit Ingeborg Gleichauf und Ulrike Halbe-Bauer steht ganz im Zeichen von Frauenporträts. Ingeborg Gleichauf, die sich seit Jahren literarisch mit Philosophinnen beschäftigt und unter anderem eine Biographie über Hannah Arendt verfasst hat, stellt dabei ihr Buch "Ich will verstehen. Geschichte der Philosophinnen" vor, das in Kürze in der Reihe Hanser bei dtv erscheinen wird und bekannte, sowie noch zu entdeckende Philosophinnen vorstellt.

Ulrike Halbe-Bauer, die in ihrem Roman "Mein Agnes" bereits ein Frauenleben an der Seite Albrecht Dürers porträtierte, liest aus ihrem gerade im Brunnen-Verlag erschienenen Buch „Olympia Morata – Das Mädchen aus Ferrara.“ Es handelt von der Lebensgeschichte einer bedeutenden Frauengestalt der Reformation, die im 16. Jahrhundert aus Oberitalien nach Schweinfurt und Heidelberg kam und dort als erste Hochschullehrerin wirkte.

 

| So 24.4. 11.00 | Galerie | Eintritt: Euro 4/2,50 |

 


27. April

LESUNG

Wilhelm Genazino „Die Liebesblödigkeit“

 

Spätestens seit er den Büchner-Preis erhielt, braucht man Wilhelm Genazino wahrscheinlich niemandem mehr vorzustellen. „Die Liebesblödigkeit“, sein aktueller Roman, ist sein bislang vielleicht persönlichstes Werk. Der Protagonist, freischaffender Apokalyptiker, rückt Genazinos eigener Schriftstellerexistenz denkbar nahe.

Das zentrale Thema der „Liebesblödigkeit“ ist das Altern . Wobei der Held, der sich bisher glücklich in zwei unabhängigen, nichts voneinander ahnenden, Beziehungen wähnte, ("Ich kann die dauerhafte Liebe zu zwei Frauen nur empfehlen. Sie wirkt wie eine wunderbare Doppelverankerung in der Welt. Man wird mit Liebe gemästet, und das ist genau das, was ich brauche.") sich plötzlich mit dem Paradox einer komplizierten Liebe konfrontiert sieht.

Ganz nebenbei gelingt es Genazino mit seiner großartigen Erzählweise erneut, alltägliche Beobachtungen zu etwas Besonderem zu machen: "Die große Kunst des genialen Schwarzmalers Wilhelm Genazino liegt darin, soziologische Analysen unmerklich in Literatur zu verwandeln. Danach sieht man die Welt anders.“ (ZEIT) Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Buchhandlung Schwarz. Kartenvorbestellungen unter 0761-71806 in der Buchhandlung.

 

| Mi 27.4. 19.30 | Kinosaal | Eintritt: Euro 6/4 |

 


28. April

OFFENE LESUNG

Werkstattgespräch über unveröffentlichte Texte

 

Die Offene Lesung ist eine Veranstaltung, bei der Schreibende unveröffentlichte literarische Texte präsentieren und zur Diskussion stellen können. Textanmeldung im Literaturbüro.

 

| Do 28.4. 20.00 | Galerie | Eintritt frei |


© 2005 beebox