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Montag 4. Oktober 2004

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG MIT LESUNG

In Freiburg übersetzt

 

Wie in jedem Jahr findet auch in diesem Oktober in der Stadtbibliothek Freiburg die Ausstellung „In Freiburg übersetzt“ statt. In der Zeit vom 4. – 30. Oktober werden dabei Neuerscheinungen von ÜbersetzerInnen aus dem Raum Freiburg vorgestellt. „Ab durch die Mitte! Aufbruch und Abschied in übersetzter Literatur“ lautet der Titel einer Lesung, mit der die Ausstellung am Montag, den 4. Oktober eröffnet wird. Dabei stellen Freiburger ÜbersetzerInnen Texte und Geschichten vor, in denen es um Aufbrechen, Zurücklassen, Abschied und Neubeginn geht. Alle Texte entstammen Büchern, die im Rahmen der Ausstellung präsentiert werden. Auch in diesem Jahr lockt ein Quiz mit Buchpreisen.

 

| Mo 04.10., 20.00h | Stadtbibliothek Freiburg, Münsterplatz | Eintritt frei |

 


Freitag 15. Oktober 2004

BILDERBUCHKINO FÜR KINDER VON 6-11

"Donnerwetter, Wikinger"– Andreas Kirchgässner

 

Was hat ein Federschmuck in der Grabkammer des berühmten Wikingerhäuptlings „Erik der Nachdenkliche“ zu suchen? Und was hat es mit Wikingerhelmen auf sich, an denen man die Hörner abschrauben kann? Diese und andere Fragen geht der Geschichtenerfinder Andreas Kirchgäßner auf die Spur. Dafür braucht er die Hilfe von möglichst vielen 6-11 jährigen Kindern.

 

| Fr 15.10., 15.00h | Kinosaal | Eintritt frei |

 

 


Freitag 15. Oktober 2004

BÜCHER IM GESPRÄCH

4 um 8

 

4 um 8, das von der Badischen Zeitung, der Buchhandlung Schwarz und dem Literatur Forum Südwest im Juli diesen Jahres auf den Weg gebrachte öffentliche literarische Gespräch, geht in die zweite Runde. Nach der Auftaktveranstaltung im BZ-Haus stellt sich das Oktober-Quartett dem Thema „Das zweite Buch“, jener Veröffentlichung also, die für einen Schriftsteller allgemein als die schwierigste gilt. Erfüllt der Autor die Hoffnungen, die sein Debüt geweckt hat, oder muß er mit seinem Zweitling Federn lassen? Als Gäste mit dabei Evelyn Grill (Autorin), Cornelia Mechler (Lektoratsassistentin Piper-Verlag), Jürgen Lodemann (Autor) und Heiko Fischer (Buchhändler). Sie stellen die jeweils zweiten Bücher von Sandra Hoffmann („Der Himmel zu Füßen“), Michael Kumpfmüller („Durst“), Andreas Maier („Klausen“) und Annette Pehnt (Insel 34) vor. Die Moderation der Veranstaltung hat wie immer Bettina Schulte von der Badischen Zeitung.

 

| Fr 15.10., 20.00h | Kinosaal | Eintritt frei |

 

 


Sonntag 17. Oktober 2004

SCHREIBWETTBEWERB FÜR JUGENDLICHE

Preisverleihung Lovestories

 

Im Rahmen einer kleinen Überraschungsparty werden die Preise für die besten Liebesgeschichten überreicht. In Zusammenarbeit mit der Vorderhaus-Kultur in der Fabrik, dem SWR-Studio Freiburg und dem Kulturamt Freiburg, im Rahmen des Jugendliteratur-Festivals „Stories“.

 

| So 17.10., 19.00h | SWR-Funkhaus, Kartäuserstraße | Eintritt frei |

 

 


Montag 18. Oktober 2004

TEXT- UND SCHREIBWERKSTATT

Jugend Schreibt

 

Die Text- und Schreibwerkstatt im Alten Wiehrebahnhof taucht ein in „Andere Welten“. Ob Geschichten, Gedichte, Szenen oder Dialoge, die Werkstatt beschäftigt sich mit Texten, die wegführen vom Gewohnten, Vertrauten, Alltäglichen. Dabei können sie durchaus mitten im Alltag angesiedelt sein: eine nächtliche Begegnung, ein neuer Blick auf Altbekanntes, aber eben auch eine phantastische Reise nach Utopia. Schriftliche Anmeldung (mit Name, Adresse, Schule, Schule und Jahrgangsstufe) mit Einsendung eines eigenen Prosatextes (maximal 5 Seiten) an das Literaturbüro Freiburg. Darüberhinaus sollen im Rahmen einer kreativen Schreibwerkstatt neue Texte über „Andere Welten“ entstehen. Deshalb können auch Schülerinnen und Schüler teilnehmen, die keine Texte eingesandt haben. Im Zusammenarbeit mit dem Oberschulamt und dem Kulturamt Freiburg, im Rahmen des Jugendliteraturfestivals „Stories“.

 

| Mo 18.10., 9.00 – 12.30h und 14.00 – 16.00h | Literaturbüro | Eintritt frei |

 

 


Donnerstag 21. Oktober 2004

LESUNG UND FILM

"Don´t imagine" – Arnold Stadler und Michael Carstens

 

„Imgaine, there’s no heaven, above us only sky“, sang John Lennon in den freiheitsbewegten 60ern. Der Himmel sollte auf Erden errichtet werden, über den ins Diesseits befreiten Menschen, der Himmel nicht mehr der Ort jenseitiger Hoffnungen sein. Knapp 40 Jahre später setzt der Autor Arnold Stadler in einem Essay ein trotziges „Don’t“ vor Lennons Imaginationsappell. Denn der Himmel auf Erden ist für Stadler eine „Dreckwelt“, eine Welt, in der „Grüne-Tonnen-Stolz und Geräteschuppen im Landhausstil-Ehrgeiz“ alle himmlischen Hoffnungen auf wirkliche Befreiung abgelöst haben. Wie diese „Dreckwelt“ in ihrer Aufgeräumtheit aussieht, zeigt eine der Szenen von Michael Carstens filmischer Auseinandersetzung mit Stadlers Plädoyer für die Rückgewinnung des Himmlischen am Himmel. Carstens Filmsprache, fast so eindeutig wie die Worte Stadlerscher Abrechung mit den Kleinbürgern und ihrem Verrat an der Fähigkeit utopisch zu träumen, feiert in „Don’t imagine“ ein höchst beachtliches Debut.

 

| Do 21.10., 20.00h | Kinosaal | Eintritt: Euro 4 / 2,50 |

 

 


Dienstag 26. Oktober 2004

VORTRAG

Erinnern – Erzählen – Erschreiben

Von der alltäglichen Selbst(er)findung in autobiographischen Texten – Prof. Dr. Gabrielle Lucius-Hoene

 

Wir verstehen und erleben uns in Textwelten. Nicht nur in literarischen Werken, sondern auch in unserer alltäglichen Selbstvergewisserung erinnern wir uns, schaffen Geschichten von dem, was wir erlebt haben, legen uns in Tagebüchern oder anderen Selbstdokumenten schreibend Rechenschaft von unseren Erfahrungen ab und bemühen uns, ihnen dauerhafte sprachliche Form zu verleihen.

Der Vortrag setzt sich mit den Erkenntnisprozessen und Transformationen auseinander, die sich in den Stufen der Erfahrungsbildung vom Erleben bis zum Schreiben autobiographischer Texte abspielen und reflektiert, welche Bedeutung sie für unser Selbstverständnis und Weltverhältnis haben. Er beleuchtet, wie wir uns in unseren Geschichten verfangen oder mit ihrer Hilfe befreien können, wenn wir uns darin selbst begegnen.

 

| Di 26.10., 20.00h | Galerie | Eintritt: Euro 4 / 2,50 |

 


Mittwoch 27. Oktober 2004

OFFENE LESUNG

Lesung unveröffentlichter Texte

 

Die Offene Lesung ist eine Veranstaltung, bei der Schreibende unveröffentlichte literarische Texte präsentieren und zur Diskussion stellen können. Textanmeldung im Literaturbüro. Achtung: Dieses Mal nicht am letzten Donnerstag sondern am letzten Mittwoch des Monats.

 

| Mi 27.10., 20.00h | Galerie | Eintritt frei |

 


Donnerstag 28. Oktober 2004

VORTRAG UND LESUNG

Väter und Söhne – Das Deutsche Tagebucharchiv

 

Eine unvorstellbar Fülle von privaten Dokumenten wie Tagebüchern, Briefwechseln, Lebenserinnerungen landete über Jahre im Keller oder auf dem Müll, da die Nachkommen den Bezug zu den schreibenden Vorfahren verloren hatten oder die Schrift nicht mehr lesen konnten und es keine deutsche Institution gab, die sich den autobiographischen Dokumenten annahm. Höchste Zeit also 1998 das Deutsche Tagebucharchiv zu gründen, dem es nicht um die Lebenszeugnisse bedeutender Persönlichkeiten geht, sondern um die Bewahrung der Alltags- und Mentalitätsgeschichte breiter Bevölkerungsschichten. Die Gründerin Frauke von Troschke wird das Tagebucharchiv und seine Arbeit vorstellen. Anschließend wird in einer szenischen Lesung anhand von Tagebuchdokumenten das wandelnde Verhältnis von Vätern und Söhnen über die letzten zwei Jahrhunderte hinweg beleuchtet.

 

| Do 28.10., 20.00h | Galerie | Eintritt: Euro 4 / 2,50 |

 

 


Samstag 30. Oktober 2004

AUTORENLESUNG

Maria Bosse-Sporleder und Kaspar Steinhoff

 

Das Thema autobiographisches Schreiben von verschiedenen Seiten beleuchten werden Maria Bosse-Sporleder und Kaspar Steinhoff, die den literarischen Teil der Autobiographiereihe abschließen. Maria Bosse-Sporleder ist in Freiburg und darüber hinaus bekannt als Leiterin kreativer Schreibwerkstätten, die sich, neben anderem, immer wieder schwerpunktmäßig mit dem Thema Autobiographie beschäftigen. Unter Kaspar Steinhoffs Leitung erscheint regelmäßig die „Eule“, Zeitschrift des Seniorenstudiums an der PH Freiburg, deren Fokus auf der Zeitzeugenschaft und Erinnerungsarbeit seiner AutorInnen liegt. Darüberhinaus sind Maria Bosse-Sporleder und Kaspar Steinhoff aber auch selbst Schreibende autobiographisch geprägter Texte, die sie im Rahmen der Lesung vorstellen werden. Beiden gemein ist dabei der Ansatz, das eigene Erleben als Textgrundlage zu verwenden, dabei aber immer auch literarische Gestaltungsfragen miteinzubeziehen. Oder anders gesagt: Was macht einen autobiographischen zu einem literarischen Text, der auch jenseits des eigenen Lebenskontextes seine Gültigkeit hat?

 

| Sa 30.10., 20.00h | Galerie | Eintritt: Euro 4 / 2,50 |

 

 


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