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EIN HAUS FÜR DIE LITERATUR

 

Um diese Vision mit Leben zu füllen, suchen wir ab sofort Menschen, denen die Literatur am Herzen liegt – zum Beispiel Sie! Unterstützen Sie uns mit Ihrem Engagement im „Förderkreis Literaturhaus Freiburg“!

 

Förderkreis Literaturhaus Freiburg e. V.

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Programm | Mai 2012


Mittwoch, 2. Mai 2012


Copyright: Oliver Grajewski

Gisela Elsner-Abend im Alten Wiehrebahnhof

 

Lesung mit Doris Wolters aus Elsners Roman „Die Riesenzwerge“,

im Anschluss Film „Die Unberührbare“ von Oskar Röhler

 

Schlagartig berühmt wurde die Schriftstellerin Gisela Elsner mit ihrem Aufsehen erregenden Roman »Die Riesenzwerge«, der 1964 erschien und ihr den Ruf einer »Meisterin des bösen Blicks« und »Humoristin des Monströsen« (Hans Magnus Enzensberger) einbrachte. In ihrem Roman beschreibt Elsner auf satirische Weise die scheinheilige Welt der bundesdeutschen Nachkriegsgesellschaft.

Am 2. Mai dieses Jahres wäre Gisela Elsner 75 Jahre alt geworden; aus diesem Anlass veranstaltet das Literaturbüro Freiburg gemeinsam mit dem Kommunalen Kino einen langen Abend zu Gisela Elsner. Die jüngst mit dem deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnete Schauspielerin und Sprecherin Doris Wolters liest aus Elsners Roman das Kapitel »Der Knopf«, der Journalist Stephan Kuß führt in Leben und Werk der Autorin ein. Im Anschluss zeigt das Kommunale Kino den Film »Die Unberührbare« (2000), ein Porträt von Regisseur Oskar Roehler, Elsners Sohn. Darin verarbeitet Roehler die letzten Lebensjahre seiner Mutter bis zu ihrem Suizid im Jahre 1992. Der Film wurde 2001 als bester Spielfilm mit dem deutschen Filmpreis in Gold ausgezeichnet.

 

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg und des Kommunalen Kinos Freiburg.

 

| Mi, 02.05. | 19.30 Uhr | Einführung und Lesung mit Stephan Kuß und Doris Wolters| 20.30 Uhr Pause | 21.00 Uhr Film: Die Unberührbare | Kinosaal | Alter Wiehrebahnhof | Eintritt: 8/6 €

 

 


Freitag, 4. Mai 2012

Jugend schreibt | Junge Literaturwerkstatt!

 

Unter dem Motto »Jugend schreibt« treffen sich seit über zehn Jahren Oberstufen-schülerinnen und -schüler im Literaturbüro, um mit professioneller Unterstützung an ihren Geschichten, Romanen und Gedichten zu arbeiten. Geleitet wird die Werkstatt von Bernd-Jürgen Thiel, langjähriger Moderator von »Jugend schreibt«, und dem Freiburger Schrift-steller Martin Gülich. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Anmeldung bitte im Literaturbüro unter Tel. 0761/289989 oder info@literaturbuero-freiburg.de.

Eine Veranstaltung des Literaturbüros Freiburg in Zusammenarbeit mit dem Markgräfler Gymnasium Müllheim und dem Regierungspräsidium Freiburg.

 

| Fr 04.05. | 15.30-18.00 Uhr | Jugend schreibt | Literaturbüro | 2. OG | Alter Wiehrebahnhof | Eintritt frei!

 

 


Montag, 14. Mai 2012

Songs from down under and out back * Lesung mit dem australischen Dichter Les Murray

 

Mehrfach für den Nobelpreis gehandelt und – unter anderem – mit dem prestigeträchtigen T.S. Eliot Prize für Lyrik ausgezeichnet, ist Les Murray einer der wichtigsten Dichter der englischsprachigen Gegenwartsliteratur. Als Australier, und dazu noch als einer, der die vermeintliche Sicherheit der urbanen ,Intelligentsia’ meidet, wird er gerne als Dichter des Outback bezeichnet. Einst im Ausland berühmter als in der eigenen Heimat und lange belächelt wegen seines zurückgezogenen Lebens in Bunyah, New South Wales, schlägt ihm mittlerweile unverhohlene Bewunderung entgegen. Denn Murrays konsequent misstrauische, gelegentlich offen ablehnende Haltung gegenüber Trendwellen in Dichtung, Kultur und Akademia hat ihm seinen besonderen Dichterblick ebenso bewahrt wie die unverwechselbare Art, seine Beobachtungen und Visionen in Sprache zu übersetzen und damit Sprache zu gestalten.

 

In Freiburg liest Murray ältere und neuere Gedichte und stellt seinen in der deutschen Übersetzung soeben erscheinenden Band Killing the Black Dog (deutsch: Der schwarze Hund) vor: Ein neues, wieder besonderes Büchlein, eingeleitet von einem autobiographischen Essay über Murrays Kampf gegen die Depression. Seine deutsche Übersetzerin und Verlegerin Margitt Lehbert begleitet Murray auf der Lesereise.

 

Eine Veranstaltung von Literaturbüro Freiburg, Carl-Schurz-Haus, Buchhandlung jos fritz und Englisches Seminar der Universität Freiburg.

 

| Mo, 14.05. | 20 Uhr | Kinosaal | Alter Wiehrebahnhof | Eintritt: 6/4 €

 

 


23. Mai bis 24. Juni 2012


WIDER DIE MÜDIGKEIT!

 

Kulturelle Interventionen und literarische Aufwachräume

 

 

1.-3. Juni Literaturfestival in Köln, Freiburg und Berlin

 

Angeregt durch die Diagnose der „Müdigkeitsgesellschaft“, die der Philosoph Byung_Chul Han als westliches Phänomen beschreibt, finden im Mai und Juni zeitgleich in Berlin, Freiburg und Köln Lesungen, Diskussionen, Konzerte und kulturelle Interventionen statt, um Maßnahmen gegen politische, soziale und intellektuelle Müdigkeiten zu initiieren und gleichzeitig die Chancen und Potenziale neuer kreativer Müdigkeitsformen auszuloten. Als es Anfang 2011 in der arabischen Welt zu Protesten – dem sogenannten »Arabischen Frühling« – kam, tauchte die Frage auf: Was können wir von den Bewegungen im arabischen Raum lernen? Angesichts der Tatsache, dass es auch nach 1989 in Deutschland und Mittel- und Osteuropa nicht gelungen ist, einen neuen Gesellschaftsentwurf zu realisieren und angesichts der Zuspitzung der Entwicklungen im arabischen Raum wollen wir gemeinsam mit internationalen Gästen aus Kunst, Wissenschaft, Journalismus und Politik darüber nachdenken, auf welche Weise revolutionäre Energien in dauerhafte und sinnvoll zu erneuernde Gesellschaftsformen verwandelt werden können.

 

Freiburger Programm

 

Über Möglichkeiten des Denkens wider die Trägheit im 21. Jahrhundert sprechen der deutsche Schriftsteller Ingo Schulze und der libanesische Autor Elias Khoury in Lesung und Gespräch. Unter dem Titel „Wachmacher“ haben wir die Autoren Adania Shibli (Palästina), Abbas Khider (Deutschland) und Samar Yazbek (Syrien) eingeladen, in Lesung und Diskussion Fragen nach der Bedeutung von Kunst und Revolution zu diskutieren. Der Programmteil „Schleudertrauma“ widmet sich der paradoxen Gleichzeitigkeit von Fortschrittsdruck und sozialen bzw. politischen Lähmungserscheinungen in Deutschland und den mittel- und osteuropäischen Ländern. In Kurzlesung und Gespräch befragen wir hier die ungarische Schriftstellerin Noémi Kiss, die deutsche Autorin Kathrin Passig und die Soziologin Vera King. Und das „Plädoyer für mehr Müdigkeit“ ruft die großen Zauderer auf den Plan, die Künste, die uns andere Sicht- und Lebensweisen vorführen. Es widmet sich den literarischen „müden Helden“ in Lesung und Konzert. N.N. wird die Helden zum Sprechen bringen, die Pianistin Olena Kushpler umrahmt die Lesung mit barocken und zeitgenössischen Klängen.

 

Begleitet wird das Freiburger Festival von zahlreichen weiteren Interventionen: Zum Auftakt lädt das Theater im Marienbad zu Lesungen ausgewählter Müdigkeits- und Wachmachertexten ein, auch Besucher sind aufgefordert, Texte einzuschicken und vorzutragen. Eine Filmreihe des Kommunalen Kinos zum „Arabischen Frühling“ begleitet das Projekt mit internationalen Regisseuren und Referenten. Eine mobile Hörstation mit Features und Hörstücken sowie ein Abend in der Reihe HörBAR bearbeitet die Themenschwerpunkte des Festivals auditiv, und eine Foto-Ausstellung dokumentiert politische Street Art der Revolution in Kairo. Nicht zuletzt lädt die „Via Contemplativa“, die sich vom Theater im Marienbad zum Alten Wiehrebahnhof ihren Weg sucht, an verschiedenen Stationen zum Verweilen, Innehalten oder Wachwerden ein. Und ein Slam-Workshop am 14. Mai mit Sophie Passmann sowie ein anschließender Poetry-Slam in der Freiburger Straßenbahn soll diejenigen „müden Wörter“ neu beleben, die Jugendliche in einer SMS-Aktion im Vorfeld gesammelt und eingesandt haben.

Das gesamte Programm und die genauen Termine sind ab Mai zu finden unter:

 

www.wider-die-muedigkeit.de

oder als Programmheft über das Literaturbüro Freiburg zu beziehen.

 

Eine Veranstaltung von Literaturbüro Freiburg, Literaturhaus Köln und Heinrich Böll Stiftung. In Kooperation mit dem Kommunalen Kino, dem Theater im Marienbad und dem SWR. Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes, Volksbank Freiburg, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und der VAG Freiburg.


Donnerstag, 31. Mai 2012


Literarisches Werkstattgespräch

 

Im Literarischen Werkstattgespräch können Schreibende unveröffentlichte literarische Texte zur Diskussion stellen. Die Veranstaltung findet monatlich jeweils am letzten Donnerstag statt. Textbewerbungen bitte bis spätestens eine Woche vor dem Gespräch ans Literaturbüro schicken.

 

| Do, 31.05. | 20 Uhr | Galerie | Alter Wiehrebahnhof | Eintritt frei

 


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